Aktualisiert am 15. Oktober 2026 von Nicolas Finet, CEO von Sortlist. Neu sind ein Marktüberblick für 2026, konkrete Auswahlkriterien, aktuelle DACH-Kennzahlen und ein Rechner für den möglichen Automatisierungsnutzen. IT-Automation bezeichnet Software, die wiederkehrende Interaktionen zwischen Menschen, Maschinen und vernetzten Systemen regelbasiert ausführt.
Das Wichtigste in Kürze
- IT-Automatisierung reicht 2026 von einzelnen Skripten über CI/CD und RPA bis zur ereignisgesteuerten Orchestrierung hybrider IT-Umgebungen.
- Ein geeigneter Einstieg ist ein häufiger, standardisierter und messbarer Prozess mit klar definierten Ausnahmen, Verantwortlichkeiten und Rückfallwegen.
- Der Business Case sollte eingesparte Arbeitszeit gegen Implementierungs-, Lizenz-, Betriebs- und Kontrollkosten rechnen – nicht nur die Zahl automatisierter Aufgaben zählen.
Was hat sich bei IT-Automation seit 2022 verändert?
Der ursprüngliche Artikel konzentrierte sich auf die Automatisierung wiederkehrender Interaktionen. Dieser Kern gilt weiterhin, doch aktuelle Plattformen verbinden zunehmend mehrere Anwendungen, Clouds und Fachbereiche. Stonebranch unterscheidet deshalb zwischen der Automatisierung einzelner Aufgaben und der Orchestrierung vollständiger Workflows; hinzu kommen ereignisbasierte Trigger, Self-Service sowie Low-Code- und No-Code-Zugänge.
Für Unternehmen bedeutet das: Nicht nur nächtliche Batch-Jobs, sondern auch Monitoring-Ereignisse, Code-Änderungen oder eingehende Dokumente können einen kontrollierten Ablauf auslösen. Red Hat beschreibt in seinem Datenblatt vom 18. Mai 2026 unter anderem sofortige Aktionen auf Monitoring-Warnungen und generative KI-Unterstützung für Automatisierungsteams. UiPath positioniert seine aktuelle Plattform zusätzlich für die Koordination von KI-Agenten, Software-Robotern, Menschen und Systemen.
Damit wird IT-Automation zu einem Baustein der digitalen Transformation. Für hybride Infrastrukturen helfen außerdem eine dokumentierte Cloud-Strategie sowie verbindliche Vorgaben zu Berechtigungen, Protokollierung und Freigaben.
Welche Automatisierungsplattform passt zu welchem Einsatz?
Die folgende Bewertung ist eine redaktionelle Eignungsbewertung für den jeweils genannten Schwerpunkt, keine allgemeine Produktnote. Fünf Punkte bedeuten eine besonders direkte Passung zum beschriebenen Einsatz; Preise und Vertragsbedingungen sollten Sie beim Anbieter prüfen.
| Plattform | Schwerpunkt und zentrale Funktionen | Typischer Einsatz | Eignung für diesen Einsatz |
|---|---|---|---|
| Red Hat Ansible Automation Platform | Playbooks, Automation Controller, Event-Driven Ansible, rollenbasierte Steuerung und KI-Unterstützung | Infrastruktur, Konfiguration, Remediation und Hybrid Cloud | 5/5 |
| GitHub Actions | Ereignisgesteuerte Workflows, gehostete oder eigene Runner, Secrets, Matrix-Builds und Live-Logs | Build-, Test- und Deployment-Abläufe direkt am Quellcode | 5/5 |
| Stonebranch Universal Automation Center | Zentrale Workload-Orchestrierung, zeit- und ereignisbasierte Trigger sowie Hybrid-IT-Integration | Unternehmensweite Abläufe über On-Premise-, Cloud- und Datenplattformen | 5/5 |
| UiPath Platform | Process und Task Mining, RPA, Dokumentenverarbeitung, zentrale Orchestrierung und Auswertungen | Geschäftsprozesse mit Desktop-Arbeit, Dokumenten und menschlichen Freigaben | 4/5 |
Welche Prozesse sollten Sie zuerst automatisieren?
Priorisieren Sie nicht den sichtbarsten, sondern den am besten beherrschbaren Prozess. Ein guter Pilot erfüllt möglichst viele der folgenden Kriterien:
- Häufigkeit: Der Ablauf wird regelmäßig und in weitgehend gleicher Form ausgeführt.
- Stabilität: Eingaben, Regeln und erwartete Ergebnisse sind dokumentiert; ein chaotischer Prozess wird durch Automatisierung nur schneller chaotisch.
- Messbarkeit: Laufzeit, Fehlerrate, Nacharbeit und Kosten lassen sich vor und nach dem Pilotprojekt vergleichen.
- Begrenztes Risiko: Fehler lassen sich erkennen und zurückrollen, bevor Kunden, Produktion oder sensible Daten betroffen sind.
- Klare Zuständigkeit: Eine Person verantwortet Prozessregeln, Freigaben, Monitoring und Änderungen.
Bei personenbezogenen oder geschäftskritischen Daten gehören Berechtigungsprüfung, Protokollierung, Backup und Wiederanlaufplan in das Konzept. Ergänzend helfen die Sortlist-Leitfäden zu Datensicherheit und Cybersicherheit.
Kennzahlen für den DACH-Kontext
Die folgenden Werte stammen aus einer repräsentativen Bitkom-Befragung von 552 deutschen Industrieunternehmen ab 100 Beschäftigten, durchgeführt in den Kalenderwochen 4 bis 8 des Jahres 2025. Sie beziehen sich auf Industrie 4.0 und KI in der Produktion und sind daher ein Marktindikator, keine allgemeine Erfolgsquote für jedes IT-Automationsprojekt.
- 42 % der befragten Industrieunternehmen setzten KI bereits in der Produktion ein; weitere 35 % planten entsprechende Anwendungen.
- 71 % nutzten bereits Industrie-4.0-Anwendungen, weitere 21 % befanden sich in der Planung.
- 42 % nannten fehlende Expertise bei der Einbindung von KI in bestehende Prozesse als Hindernis.
- 36 % planten für 2025 höhere Industrie-4.0-Investitionen als 2024; 44 % wollten das Investitionsvolumen stabil halten.
Stimme aus der Praxis
„Die Unternehmen sollten daher KI-Kompetenzen in die Aus- und Weiterbildung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter integrieren.“
Christina Raab, Bitkom-Vizepräsidentin, zur 2025 gemeldeten Expertise-Lücke von 42 % bei der Einbindung von KI in bestehende Industrieprozesse
Der Hinweis ist auf IT-Automation übertragbar: Ein technisch funktionierender Workflow benötigt Mitarbeitende, die Ausnahmen beurteilen, Berechtigungen pflegen und Änderungen kontrolliert ausrollen können. Auch IT-Dienstleister wie IT Strong verbinden deshalb Prozessautomatisierung und individuelle Softwareentwicklung mit Schulungsangeboten für Unternehmen.
Mini-Rechner: Lohnt sich die Automatisierung eines Prozesses?
Der Rechner ermittelt einen Richtwert für freigesetzte Arbeitszeit, monatlichen Kapazitätswert und Amortisationsdauer. Er unterstellt nicht, dass freigesetzte Zeit automatisch zu einer zahlungswirksamen Einsparung wird; berücksichtigen Sie deshalb nur realistisch nutzbare Kapazität.
Tragen Sie Ihre Prozesswerte ein, um einen Richtwert zu erhalten.
So setzen Sie einen belastbaren Pilotversuch auf
- Ausgangswert erfassen: Messen Sie über einen repräsentativen Zeitraum Volumen, Bearbeitungszeit, Fehler und Nacharbeit.
- Prozess und Ausnahmen modellieren: Legen Sie Eingaben, Regeln, Freigaben, Abbruchkriterien und manuelle Übergaben fest.
- Zugriffe begrenzen: Verwenden Sie möglichst minimale Berechtigungen und getrennte Test- und Produktivumgebungen.
- Beobachtbarkeit einbauen: Protokolle, Benachrichtigungen und Verantwortliche müssen erkennen lassen, ob ein Lauf erfolgreich war.
- Ergebnis vergleichen: Bewerten Sie Zeitgewinn, Fehlerquote, Betriebskosten und Akzeptanz; skalieren Sie erst nach einem dokumentierten Review.
Wenn interne Kapazitäten oder Spezialwissen fehlen, können Sie Ihr Vorhaben beschreiben und passende IT-Partner vergleichen: IT-Automationsprojekt bei Sortlist starten.
Häufige Fragen zu IT-Automation
Was ist der Unterschied zwischen IT-Automation und Orchestrierung?
Automation übernimmt eine einzelne Aufgabe oder einen klar abgegrenzten Ablauf. Orchestrierung verbindet mehrere automatisierte Schritte, Systeme und Übergaben zu einem Ende-zu-Ende-Workflow.
Welche IT-Aufgabe eignet sich als erstes Automatisierungsprojekt?
Geeignet ist ein häufiger, regelbasierter und risikoarmer Vorgang mit stabilen Eingaben. Beispiele sind standardisierte Benutzerbereitstellungen, wiederkehrende Reports oder klar definierte Test- und Deployment-Schritte.
Ersetzt IT-Automation IT-Fachkräfte?
Sie reduziert vor allem wiederkehrende manuelle Arbeit. Fachkräfte bleiben für Architektur, Sicherheitsregeln, Ausnahmefälle, Qualitätssicherung und die Weiterentwicklung der automatisierten Abläufe verantwortlich.
Welche Risiken entstehen durch IT-Automatisierung?
Fehlerhafte Regeln können schnell und wiederholt ausgeführt werden. Begrenzen Sie das Risiko durch minimale Berechtigungen, Tests, Freigabeschritte, Protokollierung, Monitoring und einen dokumentierten Rückfallweg.
Wie lässt sich der Erfolg messen?
Vergleichen Sie vor und nach der Einführung mindestens Bearbeitungszeit, Durchlaufzeit, Fehlerrate, Nacharbeit, Verfügbarkeit und Gesamtkosten. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob Mitarbeitende die freigesetzte Zeit tatsächlich produktiv nutzen können.
Die heutige Marktlandschaft ist von einem starken Konkurrenzkampf geprägt. Dabei ist es mittlerweile fast egal, welche Branche man sich genauer anschaut. Bei der Herstellung von Maschinen und Geräten werden Roboter genutzt. Im Vertrieb werden Tausende Kontaktdaten in Sekunden verwaltet.
Da fällt eines besonders auf: Die IT-Infrastrukturen und digitalen Anwendungen werden immer umfangreicher und vielfältiger. Damit Sie da den Überblick behalten, kommen Sie früher oder später an der IT-Automatisierung nicht vorbei. Was genau unter dem Begriff IT-Automation zu verstehen ist und welche Aufgaben damit umgesetzt werden können, das schauen wir uns jetzt etwas genauer an.
Was ist IT-Automation?
IT-Automation oder IT-Automatisierung wird Software genannt, die dazu eingesetzt wird, wiederholende Interaktionen zwischen Mensch und Maschine und innerhalb virtueller Netzwerke zu automatisieren. Auf diese Weise wird die Interaktion von menschlichen Mitarbeitenden innerhalb bestimmter Grenzen reduziert und IT übernimmt Arbeitsabläufe und Prozesse.
Dabei werden die unterschiedlichsten digitalen Tools und Programme eingesetzt, die an die jeweiligen Anforderungen des Unternehmens angepasst werden können.
Welche Vorteile gibt es dank der IT-Automatisierung?
Mit der IT-Automatisierung können einige Vorteile genutzt werden, die dem eigenen Unternehmen einen kleinen Vorsprung verschaffen, beziehungsweise verlieren die Firmen nicht den Anschluss bei immer komplizierteren digitalen Prozessen, die für die Funktionalität wichtig sind. Die Prozesse in der IT-Infrastruktur zeichnen sich durch folgende Veränderungen aus:
Geschwindigkeit wird erhöht
Dass maschinenbetriebene Prozesse sehr schnell sein können, sollte Ihnen klar sein. Auch wenn einige Fachkräfte sich wiederholende Vorgänge besonders schnell umsetzen können, wird diese Ausführung nie an die Geschwindigkeit von automatisierten Prozessen herankommen. In der herstellenden Industrie werden immer mehr IT-gesteuerte Roboter eingesetzt, die viele Aufgaben von den menschlichen Mitarbeitern übernehmen.
Genauigkeit wird verbessert
Gleiches kann vom zweiten Vorteil behauptet werden. Bei manuell ausgeführten Arbeiten muss immer mit einer bestimmten Fehlerquote gerechnet werden. Diese kann dank der Automatisierung um ein Vielfaches reduziert werden.
Prozesse, die mit IT-Automatisierung ausgeführt werden, müssen nicht mit dem Fehlerpotenzial des Menschen rechnen. Die Produktivität und Kosteneffizienz wird so gesteigert.
Kosten sind geringer
Gut erstellte Programme zur Automatisierung optimieren in der Regel den Herstellungsprozess. Das wirkt sich natürlich auf die Kosten aus, denn Prozesse werden schneller und effektiver ausgeführt. Die Produktivität steigt bei sinkenden Kosten, was für das Unternehmen, das in IT-Automatisierung investiert hat, mit höheren Erträgen verbunden ist.
Sicherheit steigt
Mit dem Einsatz der IT-Automatisierung wird die Gefahr von Datenlecks verringert. Bei manuellen Prozessen sind je nach Projekt verschiedene und in der Regel mehr Mitarbeiter beteiligt.
Können die gesamte Produktion oder Teile davon automatisiert werden, dann reduziert sich die Anzahl der beteiligten Mitarbeiter. Des Weiteren werden Sicherheitsrisiken oder Verstöße schneller erkannt und behoben.
Zeiteinteilung wird effizienter
Bei Unternehmen, die keine IT-Automatisierung in die Herstellungsprozesse integriert haben, werden die Aufgaben von einem IT-Team ausgeführt. Das heißt auch, dass diese die sich wiederholenden Aktionen immer und immer wieder durchführen.
Werden IT-Aufgaben automatisch über die entsprechende Software abgearbeitet, wird der IT-Mitarbeiter wieder frei für die Entwicklung und den kreativen Prozess im Unternehmen. Sie fordern die Intelligenz der Kollegen, anstatt diese mit eintönigen Aufgaben in Stand-by zu stellen.
Was kann automatisiert werden?
Die Technologien der IT-Automatisierung können in den verschiedensten Branchen eingesetzt werden. Immer dann, wenn es zeitraubende und repetitive Aufgaben gibt, die für die Funktionen des Unternehmens unabdingbar sind, kann eine IT-Infrastruktur sinnvoll sein. Diese funktioniert im Wesentlichen mit künstlicher Intelligenz und mit maschinellem Lernen.
Was sehr futuristisch klingt, ist bei vielen Firmen bereits Alltag. Die IT-Automatisierung kann für vielfältige Aufgaben eingesetzt werden. Die häufigsten Anwendungen gibt es bei:
- Incident Management: Mit IT-Prozessen werden unerwartete Events registriert und analysiert. Störungen können so vorgebeugt werden.
- Cloud-Automatisierung: Über Cloud-Ressourcen wird die Automatisierung der geplanten Prozesse bereitgestellt. Dabei ist ein manuelles Eingreifen von Mitarbeitern nicht mehr notwendig.
- Anwendungsbereitstellung: Meist isoliert vom lokalen Betriebssystem werden bestimmte Anwendungen virtuell zur Verfügung gestellt. Mit Cloud-Software muss dazu noch nicht einmal in Serverkapazitäten investiert werden.
- Netzwerkverwaltung: Umfasst alle IT-Prozesse, die in einem betrieblichen Netzwerk lokal oder virtuell anfallen können.
- Kontrolle von Sicherheit und Compliance: Hierbei handelt es sich um die korrekte Sicherung und Dokumentation von firmenrelevanten Informationen.
IT-Automation vs. Business Automation in der Unternehmens-IT
Klar strukturierte Prozesse sind in modernen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Während sich die IT-Automatisierung auf die IT-Systeme und die Optimierung der Abläufe in diesem Bereich konzentriert, fokussiert sich die Business Automation auf andere Aufgaben.
Business Automatisierung oder Business Process Automation (BPA) versucht, so viele Geschäftsprozesse wie möglich zu automatisieren. Damit soll wie auch bei der IT-Automatisierung der personelle Aufwand verringert und die Kosten sowie die Fehlerquote gesenkt werden.
BPA restrukturiert die Hauptaufgaben im Unternehmen. Sich wiederholende Tagesaufgaben werden analysiert und in eine Automatisierung umgewandelt.
Dabei wird die Prozessdurchführung untersucht und die Kommunikation zwischen verschiedenen IT-Bereichen eines Unternehmens optimiert. Dieser Bereich unterliegt ständigen Veränderungen, je nach Anforderungen und Rahmenbedingungen, die das Marktgeschehen und die Workflows beeinflussen.
Wie wird IT-Automation umgesetzt?
Dass die Welt immer digitaler wird, ist unumstritten. Die Frage, die sich Unternehmen stellen müssen, ist, welches Geschäftsmodell soll das Unternehmen umsetzen und wie lässt sich IT-Automatisierung effizient bei der Transformation von manuell zu digital einsetzen.
Die Möglichkeiten, digital zu werden, zeigen sich gerade dann, wenn es keine andere Option gibt. In den letzten Jahren mit eingeschränktem sozialen Kontakt wurde deutlich, wie schnell viele Prozesse und Events im Arbeitsalltag auf digital umgestellt werden konnten. Innerhalb kürzester Zeit stellten viele Unternehmen auf Remote Working im Home Office um.
Dazu bedurfte es einer Reihe von Ressourcen im IT-Bereich. Digitale Plattformen mit den entsprechenden Kapazitäten mussten sehr schnell entwickelt oder bestehende Lösungen erweitert werden. In den Firmennetzwerken und Rechenzentren liefen die Server auf Hochtouren, um die vielen Arbeitsprozesse zu automatisieren.
In diesem Zusammenhang erlebte die Entwicklung der Cloud-Infrastruktur einen enormen Aufschwung. Über externe Server entwickelten IT-Abteilungen Anmelde- und Registrierungsprozesse, Datenspeichersysteme und Methoden, mit Kunden, Mitarbeitern und Chefetage in Kontakt zu bleiben, ohne dafür in physischen Kontakt zu treten.
Welche Nachteile können bei einer IT-Automatisierung auftreten?
Es gibt natürlich nicht nur Vorteile, die mit einer entsprechenden IT-Automatisierung einhergehen. Systematische digitale Workflows kommen leider auch mit einigen Nachteilen daher. Ob sich ein System für die eigenen Anforderungen lohnt, muss vor der Anschaffung abgewogen werden.
Starke Auswirkung von Fehlern
In der Regel wird davon ausgegangen, dass mit der IT-Automation Fehlerquellen behoben werden. Das ist auch der Fall, doch wenn IT-Mitarbeitern ein Fehler beispielsweise in der Programmierung unterläuft, wird dieser mit der Automatisierung sehr schnell verbreitet, schneller als bei manuellen Fehlern. Aus diesem Grund ist eine umsichtige Prüfung aller Aspekte für eine fehlerfreie Performance enorm wichtig.
Flexibilität sinkt
Die Funktionen der IT-Automatisierung beschränken sich trotz des Einsatzes von KI und ML (Machine Learning) auf das Ausführen von Befehlen und Skripten. Die Komplexität der Prozesse ist dabei durchaus hoch, treten jedoch unerwartete Ereignisse auf, können die IT-Systeme darauf nicht reagieren.
Sie bedürfen einer neuen Konfiguration durch einen IT-Experten. Bei Veränderungen in den Arbeitsabläufen müssen die Systeme neu konfiguriert und entsprechend angepasst werden.
Hohe Erstinvestition
Obwohl Unternehmen mit der IT-Automatisierung viele Kosten sparen können, müssen Sie doch in Vorleistung gehen. Die Anschaffungskosten sind bei diesen IT Systemen meist recht hoch. Bis sich die Investition rentiert hat, kann einige Zeit vergehen. Vor der Anschaffung sollte der ROI-Wert bestimmt werden, damit sichtbar wird, ab wann sich die Investition lohnt und unter welchen Bedingungen.
Wann sollte auf IT-Automation gesetzt werden?
Die fortschreitende Digitalisierung führt dazu, dass immer mehr Prozesse mit IT erledigt werden. Um die eigene IT-Abteilung zu entlasten, können sich wiederholende Aufgaben in automatisierte Prozesse verwandelt werden. Cloud-Services bieten zum einen die passende Software, zum anderen werden die Informationen sicher verwahrt.
Haben Sie sich für eine Automatisierungsplattform entschieden, können beispielsweise Informationen und Daten, die bisher über verschiedene Systeme liefen, gesammelt auf ein einziges System übertragen werden. Im Vertrieb könnte dies bedeuten, dass Daten neuer Kunden mit einer einzigen Eingabe in allen relevanten Abteilungen sofort verfügbar sind. Informationen können bei der Anmeldung des Kunden zum Newsletter über automatische IT-Prozesse im Marketing und Vertrieb landen.
Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig und müssen auf die Anforderungen des jeweiligen Unternehmens angepasst werden. Ein herstellender Betrieb konzentriert sich eher auf die Automatisierung für die IT-Prozesse der produzierenden Roboter. Firmen im Online-Vertrieb bzw. E-Commerce organisieren und verwalten eher die Kontaktdaten, Informationen zu Bestellungen und deren Umfang mit IT-Prozessen. Für fast jede Anforderung gibt es die passende Software als stationäre Lösung oder als Cloud-Service.
Fazit
Abschließend sei gesagt, dass heute kaum noch ein Unternehmen um die Automatisierung bestimmter Aufgaben herumkommt. Leistungsstarke IT-Umgebungen sorgen für sicheren Datentransfer und reduzieren den Arbeitsaufwand für die IT-Teams. Firmen müssen je nach Umfang jedoch mit einer recht hohen Anfangsinvestition rechnen.
Ebenfalls kann die optimale Konfiguration einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Auf lange Sicht jedoch ist die Integration von IT-Systemen, die Aufgaben automatisch erledigen, entscheidend, um die Performance und Produktivität des Unternehmens konkurrenzfähig zu halten.