Immer mehr Menschen tätigen Einkäufe über ihr Smartphone, was auch mobile commerce oder M-Commerce genannt wird. Der Trend ist stark im kommen. 2021 werden voraussichtlich 54% aller Online-Einkäufe über M-Commerce abgewickelt werden. Die meisten Einkäufe über das Smartphone werden in Apps getätigt.

Gute Shopping-Apps legen großen Wert auf Benutzerfreundlichkeit und erleichtern durch ihr Design den Kaufprozess. Der Verbraucher, die am Handy shoppen, sind oft unterwegs oder wollen möglichst schnell einen Einkauf abschließen, weshalb eine intuitive Gestaltung der App ein entscheidender Faktor ist.

Bei der richtigen Gestaltung der App entscheiden oft Kleinigkeiten darüber, ob ein User einen Kauf tatsächlich abschließt oder den Bestellprozess abbricht. Denn obwohl M-Commerce im Kommen ist, ist es nur bedingt belibt. Nur 12% der Verbraucher finden es angenehm, über ihr Smartphone einzukaufen.

Dieser Sortlist-Artikel soll Ihnen daher helfen, genau diese Stolpersteine zu entdecken, die User vom Kauf abhalten können und auf die Sie bei der Erstellung einer M-Commerce-App achten sollten.

Inhaltsverzeichnis

10 Fehler, die Ihre Benutzererfahrung (UX) schaden

Benutzer mobiler Anwendungen sind keine Desktop-User

Manche App-Entwickler neigen dazu, die mobile und Desktop-Benutzererfahrung als Ganzes zu sehen. Dabei handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Benutzererfahrungen und Kanäle, Produkte zu verkaufen. Desktop und mobile App erfordern daher einen unterschiedlichen Ansatz.

Oft kommt es vor, dass Apps wie eine schmale Kopie der Website aussehen. Im Gegensatz zur App finden Sie auf Websites umfangreichere Informationen. Es ist Fakt, dass Verbraucher immer geschickter im Umgang mit digitalen Produkten werden. Das führt auch dazu, dass ein Smartphones nicht wie eine Website genützt wird. Mobile User haben ein anderes Verhaltensmuster, das berücksichtigt werden muss. Bei der Entwicklung einer M-Commerce-App sollten Sie daher immer die Benutzererfahrung in den Fokus rücken. Dazu gehört auch, das Userverhalten Ihrer Ziegruppe zu untersuchen, bevor die App gestartet werden kann.

Nur weil es trendy ist 

Dass die Konkurrenz bereits eine M-Commerce-App hat, wird von Unternehmen oft als Grund genannt, warum sie eine App entwickeln wollen. Eine mobile Anwendung kostet aber ziemlich Zeit und Geld. Deshalb sollten Sie sich nicht von der Angst leiten lassen, etwas verpassen zu können.

Prüfen Sie mit Nachdruck, ob eine M-Commerce-App tatsächlich der richtige Innovations-Schritt für Ihr Unternehmens ist. Denn Verbraucher werden nicht zwanzig Apps herunterladen, die genau das Gleiche bieten. Sollten Sie sich nicht sicher sein, können Sie sich von E-Commerce-Experten beraten lassen.

E-Commerce ist keine ganzheitliche Erfahrung

Eine ganzheitliche Erfahrung, ein Omni-Channel-Erlebnis, die digitale und die analoge Welt verschmelzen lassen… Was spannend klingt und sich gut verkauft, sollte Sie nicht täuschen. Das Smartphone ist keine kleine Version einer traditionellen Website und auch nicht einfach an ihr angeschlossen. Die Welt der mobilen Apps ist mit der heutigen Desktop-Umgebung nicht zu vergleichen.

Wenn Sie sich für eine M-Commerce-App entscheiden, können Sie die Offline-Welt mit greifbaren Dingen wie QR-Codes. Auf diese Weise weiß der Verbraucher immer, wo er Sie finden kann, was die Benutzererfahrung deutlich verbessert.

Keine Bewertungen zu sammeln, ist eine verpasste Chance

Es gibt Apps, die ihre Kunden nicht um Bewertungen bitten. Seien Sie vorsichtig damit, denn dies ist eine verpasste Gelegenheit. Dies gilt auch für engagierte Unternehmen. Als App kann man nur gut daran tun, User zum Schreiben von Rezensionen anzuregen. Potentielle Kunden lieben nichts mehr, als die Meinungen anderer über ein Produkt oder eine Dienstleistung vor dem Kauf nachzuschlagen. Mindestens 70% der Benutzer lesen zuerst Bewertungen. Die Bewertungen im App-Store können daher über Ihren Erfolg bestimmen. Bitten Sie daher immer um Feedback von Ihren Kunden. Das ist nicht nur eine gute Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen. Dadurch wissen Sie auch, was Sie besser machen können. Viele Bewertungen bedeuten viele neue Kunden. 

Kein reaktionsfähiges Design

Geben Sie sich nicht zu schnell mit einem Design-Entwurf zufrieden, denn es gibt immer andere Unternehmen mit besseren Ideen. Apps, die zuletzt vor einem Jahr aktualisiert wurden, sind bereits überholt. Es gibt immer Möglichkeiten für Verbesserungen und das Layout muss ständig an die Wünsche des Kunden angepasst werden. Stellen Sie sicher, dass Ihre App sowohl einfach zu bedienen ist als auch eine Freude fürs Auge ist.

Legen Sie dabei besonderen Wert auf die Kompabilität Ihrer App. Nur weil Ihre App auf Apple-Geräten gut aussieht, heißt das noch lange nicht, dass sie auch auf Android gut aussieht. Für App-Designer ist es manchmal eine Herausforderung, eine Ansicht zu erstellen, die für jedes Smartphone geeignet ist. Seien Sie flexibel, wenn es um Design, Layout, Medien und Text geht.

Achten Sie auf Zahlungsdaten

Ein zeitraubender und aufwenidger Bezahlprozess ist oft ein Grund, warum User einer vergessen E-Commerce-Anwendungen den Kaufvorgang nicht abschließen. Es gibt nichts Ärgerlicheres, als immer seine Bankkarte und eventuell auch noch ein Kartenlesegerät oder eine TAN-List immer bei der Hand haben zu müssen. Dies kann ein triftiger Grund für den Kunden sein, den Kauf abzubrechen. Sparen Sie Ihren Kunden den Ärger und integrieren Sie die Möglichkeit, Zahlungsdaten abzuspeichern und über Bezahl-Services wie Paypal zu zahlen.

Sobald der Verbraucher das Produkt in den Warenkorb gelegt hat, ist es wichtig, den Kassiervorgang so reibungslos wie möglich zu gestalten und den Kunden mit einem Klick zur Kasse gehen zu lassen. Das ermutigt den Kunden, wiederzukommen, weil die Bestellung Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung so einfach war.

Schlechtes Layout des Navigationsmenüs

Machen Sie die Navigation Ihrer App nicht zu komplex – weniger ist mehr. Ein zu umfangreiches Menü führt zu Verwirrung und erschwert die Auswahl. Wenn der Verbraucher sich nicht 100%-ig sicher ist, wo es lang geht, ist die Wharscheinlichkeit groß, dass er die App schnell wieder verlässt und nicht so bald wieder öffnet. 

Ein zweites Problem, das häufig auftritt, ist, dass die Menüleiste nicht deutlich sichtbar ist. Seien Sie vorsichtig mit „Burger-Menüs“. Wahrscheinlich sind Sie bereits auf das Symbol mit den drei horizontalen Strichen gestoßen. Wenn Sie darauf klicken, erscheint die Menüleiste.

Auf den ersten Blick scheint das Burger-Symbol ein klarer Indikator zu sein, dass ein User darauf klicken muss, um das gesamte Menü auf dem Bildschirm angezeigt zu bekommen. Das ist aber nicht jedem klar. Wenn ein Nutzer über die Bedeutung eines Icons länger als fünf Sekunden nachdenken müssen, bedeudet das, dass die Navigation nicht klar und intuitiv ist.

Natürlich spart Ihnen das Burger-Symbol viel Platz, aber es kann auch anders gehen. Der Trick besteht darin, das gesamte Navigationsmenü übersichtlich und effizient darzustellen. Verwenden Sie Heatmaps, um zu testen, ob Ihre Menüleiste den Wünschen Ihrer Besucher entspricht. 

Die App verlangt zu viele User-Daten

Wenn eine App zu viele Informationen von den Usern verlangt, um die Anwendung zu benutzen oder um für Produkte zu bezahlen, verlieren Sie Kunden. Ihre Verbraucher haben wenig Zeit und Geduld. Also machen Sie es nicht schwieriger, als es ist. Es ist Tatsache, dass es keine ideale Dauer für das Ausfüllen von Formularen gibt. Das Preisgeben und Eintragen der persönlichen Daten muss für den Verbraucher etwas bringen.

Anreize als Gegenleistung für die bereitsgestellten Informationen zu geben, kann ein Weg sein, Ihre Kunden einzubinden. Achten Sie auch auf die Art und Weise, wie die Formulare präsentiert werden, die diese Daten abfragen. Manchmal kann es vorteilhaft sein, die angeforderten Informationen über mehrere Stellen zu verteilen, anstatt alles an einer Stelle abzufragen. Fragen Sie nur nach den Informationen, die Sie wirklich benötigen.

Wenig Vertrauen

Ein Bereich, der oft vernachlässig wird, sind Trust Badges. Diese Gütesiegel und Abzeichen schaffen beim User Vertrauen. Wenn der Kunde auf diese Logos oder Symbole stößt, besteht beim Kunden die Gewissheit, dass die App vertrauenswürdig ist. Ein typisches Beispiel sind die Zahlungssymbole von MasterCard oder VISA, die Sie unten in der App oder beim Bezahlen finden. Weitere Trust Badges, die wir gerne sehen würden, sind kostenlose Versand- und Rückgabeplaketten.

Eine Studie des Baymard-Instituts zeigt, dass 17% der Befragten den Warenkorb verlassen, wenn die Zahlungssicherheit nicht eindeutig gewährleistet war. Durch das Hinzufügen dieser Etiketten fühlt sich der Kunde wohler, wenn er Informationen zurücklässt und Produkte kauft.

Keine visuellen Darstellungen von Produkten

Sollten Sie mehr Text als Bilder in Ihrer Anwendung haben, sollten Sie auf das richtige Verhältnis achten. Die Kunden haben nicht die Geduld, endlose Textblöcke zu lesen. Vieleher wollen sie das Produkt sehen. Eine mobile E-Commerce-App sollte aus vielen Videos oder anderen Medienelementen bestehen und wenig Text enthalten.

Es ist sehr aufwendig, Informationen über ein Produkt über Google oder andere Websites nachzuschlagen, im Gegensatz zum einfachen Ansehen eines Videos in einer App. Unabhängig davon, wie lang das Video ist, kann ein kurzes Fragment eine große Botschaft enthalten. 

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Benutzerfreundliche Apps, von denen Sie lernen können

Slack

Slack ist eine Kommunikationsplattform, die speziell für Teams entwickelt wurde, die zusammenarbeiten. Die Registrierung auf der Plattform ist sehr schnell und erfordert nur wenige persönliche Daten. Das System hat einen eigenen Charakter mit dem Ziel, Nachrichten an Ihre Teammitglieder zu senden, die ein Lächeln hervorrufen.

Heutzutage hat niemand mehr Lust, Passwörter einzugeben, die man sowieso vergessen hat. Deshalb wird Slack mit einem mobilen Link geliefert, mit dem man sich automatisch einloggen kann. Das intelligente Design ist für das Wachstum der Plattform verantwortlich.

Airbnb

Die größte Herausforderung besteht darin, dass sie weltweit tätig sind, so dass unterschiedliche Kulturen und unterschiedliche Erwartungen an den Dienst berücksichtigt werden müssen. Der große Vorteil der App ist, dass sie einfach zu bedienen ist. Es sind nur wenige Informationen erforderlich, um Ergebnisse zu erzielen. Auch die Navigation ist sehr benutzerfreundlich.

Canva

Canva ist eine Designplattform, mit der Sie visuell gestalten können, ohne ein professioneller Designer zu sein. Jetzt ist es sogar möglich, Designs einfach mit Ihrem Smartphone zu erstellen. Genau wie bei der Website für den Desktop können Sie Vorlagen im Handumdrehen auswählen und bearbeiten. Die Navigation der App ist ähnlich wie die der Website und die meisten App-User kennen diese bereits. Wenn Sie Ihr Design fertiggestellt haben, können Sie es direkt auf Ihr Smartphone herunterladen oder einfach per E-Mail oder Nachrichten weiterschicken. 

Coursera

Wenn Sie eine anerkannte Ausbildung absolvieren möchten, ohne dafür zu viel Geld bezahlen zu müssen, lohnt es sich auf jeden Fall, ein Auge auf Coursera zu werfen. Das Design der App ist sehr schlank und einfach. Es sieht aus, als würden Sie durch einen gut organisierten Kurs blättern. Es lädt Sie sozusagen zu Kursen ein und belohnt Sie mit einem Zertifikat.

Schlussfolgerung 

Eine App mag heute noch gut aussehen, aber morgen müssen Sie bereits Wege finden, ihre Funktionsweise und ihr Layout zu verbessern. Beim Desktop-E-Commerce schaut man sich einfach an, was der Mitbewerber macht, und kann Ideen kopieren. Dies ist bei mobilen Apps nicht der Fall, denn für einige Unternehmen lohnt sich die Erstellung einer App nicht einmal.

Denken Sie sorgfältig nach und probieren Sie immer wieder neue Dinge aus, wobei die ultimative Benutzererfahrung im Vordergrund steht. Die richtige Balance zwischen Schönheit und Funktionalität zu finden, nimmt viel Zeit in Anspruch und ist eine ziemliche Herausforderung, aber wenn Sie diese gefunden haben, können Ihre Conversions durch die Decke gehen.