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Buzzwords: Das Marketing-Wörterbuch für Einsteiger

Nicolas Finet Nicolas Finet 4 Min. Lesezeit
buzzwords

Aktualisiert am 9. Oktober 2026 von Nicolas Finet, CEO von Sortlist. Neu sind eine Einordnung aktueller Social-Media-Begriffe, ein Vergleich häufig verwechselter Buzzwords und ein kurzer Verständlichkeitscheck für Ihre Marketingkommunikation.

Das Wichtigste in Kürze

  • Buzzwords verdichten komplexe Sachverhalte, können ohne Definition aber mehrdeutig bleiben.
  • Neuere Begriffssammlungen nennen neben klassischen Kennzahlen auch Paid Influence, Word-of-Mouth und Conversion Rate.
  • Definieren Sie im Briefing jeden zentralen Begriff mit Ziel, Kennzahl und einem konkreten Beispiel.

Was sich seit der letzten Aktualisierung verändert hat

Der bisherige Artikel wurde zuletzt am 16. November 2022 aktualisiert und erläutert 14 grundlegende Marketingbegriffe. Eine von Meltwater am 17. November 2025 veröffentlichte Übersicht rückt zusätzlich Begriffe aus Influencer Marketing, Mundpropaganda und Performance-Messung in den Vordergrund: Paid Influence, Word-of-Mouth und Conversion Rate.

Damit verschiebt sich der praktische Nutzen eines Marketing-Wörterbuchs: Es genügt nicht, eine englische Bezeichnung zu übersetzen. Entscheidend ist, ob alle Beteiligten darunter dasselbe Ziel, dieselbe Berechnung und denselben Kanal verstehen. Vertiefende Erklärungen finden Sie in den Sortlist-Beiträgen zur Customer Journey, zur Verbindung von CRM und Marketing Automation, zu Omnichannel, Multichannel und Crosschannel sowie zu Gamification im Marketing.

Fünf Buzzwords richtig unterscheiden

Begriff Gemeint ist Nicht verwechseln mit Klärungsfrage im Briefing
Paid Influence Eine bezahlte Aussage eines Influencers über ein Produkt oder eine Marke Unbezahlter Empfehlung Welche Gegenleistung und Kennzeichnung sind vorgesehen?
Word-of-Mouth Mundpropaganda, die das Marketing im Sinne des Unternehmens zu beeinflussen versucht Bezahlter Influencer-Kommunikation Welche freiwillige Empfehlung soll ausgelöst werden?
Conversion Rate Das Verhältnis von Conversions zu einer zuvor festgelegten Bezugsgröße Traffic als bloßer Anzahl von Besuchen Was zählt konkret als Conversion und welche Bezugsgröße gilt?
CPM beziehungsweise TKP Ein Preis für 1.000 Werbekontakte beziehungsweise Einblendungen CPC, also Kosten pro Klick Welche Art von Kontakt wird gezählt?
Augmented Reality (AR) „Erweiterte Realität“, bei der digitale Inhalte die wahrgenommene Umgebung ergänzen Vollständig virtuellen Umgebungen Welchen konkreten Nutzen bietet die digitale Ergänzung?

Die Erläuterungen zu Alert-Mails und Augmented Reality stammen aus dem am 10. Oktober 2018 veröffentlichten Marketing-Lexikon der marketing-BÖRSE. Alert-Mails sind dort ein konkretes Werkzeug: Nutzer lassen sich über Neuigkeiten zu ausgewählten Themen, Unternehmen oder Personen informieren; Unternehmen können außerdem Benachrichtigungen zu neuen Ausschreibungen ihrer Branche erhalten.

Praxisstimme: Kennzahlen brauchen ein Ziel

„Messen Sie nicht alles, was möglich ist, sondern nur die KPIs, die auch relevant für Ihre Ziele sind.“

Martin Philipp, zitiert im Marketing-Lexikon der marketing-BÖRSE

Die Aussage zeigt das Kernproblem vieler Buzzwords: Ein Begriff wie KPI klingt eindeutig, wird aber erst durch ein Ziel und eine Berechnungsregel handlungsfähig. Halten Sie deshalb im Briefing fest, wer die Kennzahl berechnet, aus welcher Datenquelle sie stammt und in welchem Zeitraum sie bewertet wird.

Kennzahlen zur Einordnung

  • 14 Begriffe: So viele Marketing-Buzzwords erläutert die Sortlist-Fassung vom 16. November 2022.
  • 3 Abrechnungskürzel: CPC, TKP und CPM werden in der Meltwater-Übersicht vom 17. November 2025 gemeinsam eingeordnet.
  • 2 Einflussmodelle: Paid Influence bezeichnet bezahlte Kommunikation; Word-of-Mouth beruht auf Mundpropaganda.
  • 1.000 Kontakte: Darauf bezieht sich der Tausenderkontaktpreis beziehungsweise CPM als Abrechnungsgröße.

Der 4-Fragen-Check gegen leere Buzzwords

  1. Übersetzung: Können Sie den Begriff in einem deutschen Satz erklären?
  2. Ziel: Welche geschäftliche oder kommunikative Wirkung soll er beschreiben?
  3. Messung: Welche Kennzahl, Bezugsgröße und welcher Zeitraum gelten?
  4. Beispiel: Können Sie einen konkreten Anwendungsfall aus Kampagne, Website oder Vertrieb nennen?

Bleibt eine dieser Fragen offen, sollte der Begriff im Briefing ergänzt oder durch eine präzisere Formulierung ersetzt werden. Wenn Sie Ihre Anforderungen mit einem spezialisierten Partner strukturieren möchten, können Sie Ihr Marketingprojekt bei Sortlist beschreiben.

Häufige Fragen zu Marketing-Buzzwords

Was ist ein Buzzword?

Ein Buzzword ist ein meist kurzes Schlagwort, das bewusst oder unbewusst Interesse weckt und einen komplexeren Sachverhalt vereinfacht. Viele Marketing-Buzzwords sind englische Wörter oder Akronyme.

Sind Buzzwords im Marketing grundsätzlich schlecht?

Nein. Sie können die Abstimmung beschleunigen, wenn alle Beteiligten dieselbe Definition verwenden. Problematisch werden sie, wenn sie fehlende Ziele, unklare Leistungen oder unterschiedliche Berechnungsweisen verdecken.

Was ist der Unterschied zwischen Paid Influence und Word-of-Mouth?

Bei Paid Influence wird ein Influencer dafür bezahlt, über eine Marke oder ein Produkt zu sprechen. Word-of-Mouth bezeichnet Mundpropaganda; Word-of-Mouth-Marketing versucht, solche Empfehlungen zugunsten eines Unternehmens zu beeinflussen.

Warum müssen CPC, TKP beziehungsweise CPM und Conversion Rate getrennt werden?

CPC beschreibt Kosten pro Klick, während TKP beziehungsweise CPM einen Preis je 1.000 Kontakte oder Einblendungen bezeichnet. Die Conversion Rate misst dagegen ein Verhältnis und benötigt eine klar definierte Conversion sowie eine festgelegte Bezugsgröße.

Wie lassen sich Missverständnisse in einem Agenturbriefing vermeiden?

Ergänzen Sie jedes zentrale Buzzword um eine kurze Definition, ein Ziel, die relevante Kennzahl, den Bewertungszeitraum und ein Beispiel. So wird aus einem Schlagwort eine überprüfbare Anforderung.


KPI, CTA und CRM – was Sie vielleicht an einen Song der Fantastischen Vier denken lässt, ist nichts anderes als ein Marketing-Schlagwort – zu englisch Buzzword – nach dem nächsten.

In diesem Sortlist-Artikel stellen wird Ihnen 14 Buzzwords vor, die Ihnen im Gespräch mit Marketing-Experten immer wieder unterkommen werden.

Was sind Buzzwords?

Der Begriff Buzzword kann auf Deutsch mit dem Wort Schlagwort übersetzt werden. Buzzwords sind meist kurz und werden bewusst oder unbewusst verwendet, um Interesse zu wecken. Oft sind die Begriffe, die sich als Schlagwort etablieren können, kurz.

Sie vereinfachen den Sachverhalt, den die Wörter beschreiben. Der Großteil der Begriffe sind englische Wörter oder Akronyme.

KPI

KPI steht für Key Performance Indicator. Der Begriff kommt aus der Betriebswirtschaftslehre und kann mit Leistungskennzahl übersetzt werden. Anhand von KPIs kann gemessen werden, ob Ihre Marketing-Kampagnen erfolgreich sind oder nicht.

Painpoints

Dieses Buzzword beschreibt die Probleme, die potenzielle Kunden haben und die sie dazu veranlasst, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu suchen, die helfen.

Touchpoints

Unter Touchpoints versteht man alle Kontakte, die ein Kunde mit einem Produkt hat, bevor er es kauft. Die Digitalisierung hat die „Berührungspunkte“ vervielfacht, da wir heute nicht mehr einfach in den nächsten Laden gehen, um einzukaufen, sondern vor jedem Kauf online recherchieren, Bewertungen lesen und diverse Produkte vergleichen.

Customer Journey

Touchpoints und Customer Journey sind verwandte Schlagworte. Die Customer Journey (Kundenreise) ist die Kombination aller Touchpoints zusammen. Wie erwähnt hat das Internet das Kaufverhalten stark verändert.

Customer Experience

Die Customer Experience ist per Definition die Kundenerfahrung, die Unternehmen Ihren Kunden entlang der Customer Journey bieten.

CTA oder Call-to-action

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Die beiden Buzzwords können mit Handlungsaufforderung übersetzt werden. Zu welcher Handlung Verbraucher durch einen Call-to-action aufgefordert werden, ist je nach Gebrauch unterschiedlich. Die gewünschte Reaktion kann auf der einen Seite vom Teilen eines Posting in den Sozialen Medien bis hin zum sofortigen Kauf auf der anderen Seite reichen.

E-commerce

buzzword e-commerce

Das Buzzword E-commerce ist seit dem Ausbruch der Corona-Krise in aller Munde. Gemeint ist damit der Verkauf von Produkten über das Internet. In der Regel findet der Vertrieb über einen Webshop statt.

Customer Centricity

buzzword customer centricity

Dieses Buzzword stammt aus der Unternehmensführung. In Deutschland hat sich der Gebrauch dieses Schlagwortes in erster Linie im Marketing durchgesetzt. Frei nach dem alten Sprichwort „der Kunde ist König“ stellen Customer Centricity-Kampagnen nicht die Vorteile des beworbenen Produkts in den Mittelpunkt sondern die Bedürfnisse des Kundens.

CRM

CRM steht für Customer Relationship Management und kann mit Kundenbeziehungsmanagement oder Kundenpflege übersetzt werden. Das Buzzword beschreibt die administrative Seite eines kundenorientierten Unternehmens. Unter CRM fällt systematische Gestaltung der Kundenbeziehung, was zu einer tiefgehenden Kundenbindung führen kann.

Omnichannel-Marketing

Beim Omnichannel-Marketing werden alle Werbe- und Verkaufsplattformen genützt, um einem potenziellen Kunden oder Nutzer sowohl offline als auch online ein reichhaltiges Kundenerlebnis (⏩Customer Experience) zu bieten. Ziel ist es, den Einkauf immer und überall möglich zu machen.

Growth Hacking

Growth Hacking ist eine Marketing-Technik, die im Start-up-Milieu entwickelt wurde. Sie hat zum Ziel, mit kreativem und analytischem Denken sowie dem gekonnten Einsatz Sozialer Medien Absatzzahlen und Bekanntheit zu fördern.

Gamification

Die Bedeutung des Begriffs Gamification umfasst die Anwendung spielerischer Elemente in einem nicht-spielerischen Kontext. Im Marketing kommt Gamification zum Einsatz, wenn Inhalte durch Spielelemente wie Quizze interessanter und unterhaltsamer gemacht werden.

Der letzte Begriff unter unseren Schlagwörtern beschreibt die Verwendung eines Sprachbefehls, um das Internet, eine Website oder App nach Informationen zu durchsuchen. Bekannte Beispiele sind die Anwendungen Siri von Apple oder Alexa von Amazon. Hier wird die Suchanfrage nicht mittels Text sondern dank Spracheingabe durchgeführt.

Zusammenfassung

Nun kennen Sie also die wichtigsten Schlagwörter des Marketings. Wenn all das Buzzword-Wirrwarr immer noch undurchschaubar für Sie scheint und Sie unsicher sind, wie Sie Ihre Marketingstrategie am besten angehen sollten, dann lohnt es sich mit einer Marketingagentur in Kontakt zu treten.

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Nicolas Finet

Über den Autor

Nicolas Finet

Mitgründer & CEO von Sortlist. Unternehmer mit Leidenschaft für B2B-Marketing und dafür, Unternehmen bei ihrem Wachstum zu begleiten. Seit 2014 bringt er Unternehmen in ganz Europa mit den besten Marketingagenturen zusammen. Experte für digitale Strategie, Geschäftsentwicklung und die Skalierung von B2B-Marktplätzen. Regelmäßiger Speaker zu Growth Marketing und Unternehmertum.

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