Aktualisiert am 10. Oktober 2026 von Nicolas Finet, CEO von Sortlist. Neu sind ein gewichteter Auswahlprozess, aktuelle Hinweise zu KI-gestütztem Matching und Werbekennzeichnung sowie ein Rechner für Ihre Creator-Shortlist.
Der wichtigste Grundsatz bleibt: Erst wenn Marke, Zielgruppe und Creator zusammenpassen, entsteht ein belastbarer Brand-Influencer-Fit.
Das Wichtigste in Kürze
- Definieren Sie Zielgruppe, Kampagnenziel, Botschaft und Budget, bevor Sie nach Creatorn suchen.
- Bewerten Sie Brand Fit, Audience-Übereinstimmung, Content-Qualität, echte Interaktionen und mögliche Reputationsrisiken gemeinsam.
- Prüfen Sie mehrere veröffentlichte Inhalte, frühere Kooperationen und Zielgruppendaten; die Followerzahl allein ist kein ausreichendes Auswahlkriterium.
Was sich bei der Influencer-Suche verändert hat
Die im September 2025 veröffentlichte Influencer Marketing & Content Creation Landscape des BVDW unterscheidet Agenturen, Managements, Plattformen und Technologieanbieter. Zu den inzwischen verfügbaren Funktionen gehören Zielgruppenanalysen, Fraud Detection, Social Listening, Performance-Tracking und KI-gestütztes Matching.
Damit lässt sich die Longlist schneller erstellen. Die endgültige Entscheidung bleibt jedoch eine redaktionelle und strategische Prüfung: Passt die tatsächlich veröffentlichte Arbeit zur Marke, erreicht der Creator die gewünschte Community und sind frühere Kooperationen mit Ihrer Positionierung vereinbar? Eine Einführung in Kampagnenplanung und Erfolgsmessung bietet unser Influencer-Marketing-Leitfaden.
Influencer finden: Drei Suchwege im Vergleich
| Kriterium | Manuelle Plattform-Suche | Natives Creator-Marktplatz-Tool | Unabhängiges Discovery-Tool |
|---|---|---|---|
| Geeignet für | Kleine Tests und klar abgegrenzte Nischen | Kampagnen auf einer bestimmten Plattform | Wiederkehrende oder kanalübergreifende Auswahl |
| Suchbasis | Keywords, Hashtags, Empfehlungen und relevante Accounts | Registrierte oder von der Plattform erfasste Creator | Filter, Content-Signale, Lookalikes und Zielgruppendaten |
| Prüfmöglichkeiten | Öffentliche Posts, Kommentare und sichtbare Kooperationen | Plattformeigene Profil- und Leistungsdaten | Je nach Anbieter Audience-Analyse, historische Kooperationen und Fraud-Indikatoren |
| Stärke | Direkter qualitativer Eindruck ohne zusätzliche Software | Kurzer Weg von Suche zu Kontakt und Aktivierung | Vergleichbare Shortlists und skalierbare Workflows |
| Grenze | Hoher Zeitaufwand und schwer vergleichbare Daten | Auf das jeweilige Plattform-Ökosystem begrenzt | Kosten sowie abhängig von Anbieter und Datenzugang unterschiedliche Abdeckung |
Die Shortlist in fünf Schritten prüfen
- Zielgruppen-Fit: Definieren Sie die gewünschte Community anhand von Marktanalysen, Personas oder bisherigen Verkaufszahlen. Diese Vorbereitung wird auch von if.digital als Ausgangspunkt der Suche empfohlen. Ergänzend zeigt unser Beitrag zum Targeting, wie demografische und interessenbezogene Merkmale kombiniert werden.
- Brand Fit: Prüfen Sie Tonalität, Werte, Themen, Bildsprache und den Umgang mit Kritik über mehrere organische und bezahlte Beiträge hinweg.
- Audience-Qualität: Fordern Sie aktuelle Zielgruppendaten an und achten Sie auf Länder, Sprachen, Altersgruppen sowie ungewöhnliche Ausschläge bei Followern oder Interaktionen.
- Kommerzieller Fit: Legen Sie Produkt, Botschaft, Nutzungsrechte, Exklusivität, Deliverables und Budgetrahmen vor der Anfrage fest. Diese Vorbereitung entspricht auch den Auswahlhinweisen der Leipzig School of Media.
- Test und Messung: Starten Sie bei Unsicherheit mit einem begrenzten Pilotprojekt. Definieren Sie passend zum Ziel etwa qualifizierte Reichweite, Link-Klicks, Code-Nutzungen, Leads oder Umsatz und dokumentieren Sie die Ausgangswerte.
Bei kleineren, thematisch fokussierten Communities kann außerdem ein Micro-Influencer die passendere Wahl sein. Für die finanzielle Einordnung hilft eine kampagnenweite Marketingbudget-Planung, die neben dem Creator-Honorar auch Produktion, Nutzungsrechte, Paid Amplification und Auswertung berücksichtigt.
Praxisstimme: Wachstum braucht neue Creator und sorgfältige Prüfung
Viktoria Wurm, Head of Influencer Marketing bei Junglück, in einer von Storyclash veröffentlichten Fallstudie„Wenn wir jeden Monat mit denselben Creators und der gleichen Rabattcode-Mechanik arbeiten, bleiben Wachstum und Neukundengewinnung begrenzt. Neue Creators sind daher essentiell, müssen jedoch sorgfältig geprüft werden, um einen Fit sicherzustellen.“
Der konkrete Lernpunkt: Bestehende Partnerschaften können Vertrauen sichern, während neue Creator zusätzliche Zielgruppen erschließen. Beide Gruppen sollten mit denselben dokumentierten Auswahlkriterien bewertet werden.
Kennzahlen mit Einordnung
- 4 Marktsegmente: Die BVDW-Landscape vom September 2025 ordnet das deutsche Ökosystem in Agenturen, Managements, Plattformen und Technologieanbieter ein; die Auflistung erhebt ausdrücklich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
- 100 Euro: Der Leitfaden der Medienanstalten, Stand Mai 2025, nennt diese Wertgrenze bei kostenlos erhaltenen Produkten in einem bestimmten Kennzeichnungsfall. Prüfen Sie dennoch jeden Beitrag anhand der vollständigen Kennzeichnungsmatrix und der konkreten Gegenleistung.
- 36 Prozent niedrigere Kundenakquisitionskosten und 23 Prozent mehr Neukunden: Diese Resultate nennt Storyclash für Junglück in einer eigenen Fallstudie. Sie dokumentieren einen Einzelfall und sind kein allgemeiner Branchenbenchmark.
- 62 Prozent mehr langfristige Kooperationen, 200 Prozent mehr Interaktionen und 20 Prozent mehr Umsatz pro Creator: Diese anbieterveröffentlichten Resultate stammen aus einer Fallstudie zu Bears with Benefits und sollten ebenfalls nur im beschriebenen Unternehmenskontext bewertet werden.
Mini-Tool: Brand-Influencer-Fit berechnen
Bewerten Sie jeden Kandidaten von 0 bis 10. Der Rechner gewichtet Brand Fit und Zielgruppen-Fit stärker als einzelne Reichweitensignale. Er dient als strukturierte Vorauswahl, nicht als Erfolgsprognose.
Recht und Briefing vor der Zusage klären
Der aktuelle Leitfaden der Medienanstalten berücksichtigt unter anderem Instagram, Facebook, YouTube, TikTok, Twitch, X, Blogs und Podcasts. Seine Grundlage bilden die Werberegeln des Medienstaatsvertrags und des Digitale-Dienste-Gesetzes. Halten Sie Kennzeichnung, Freigaben, Nutzungsdauer, verwendbare Kanäle, Bearbeitungsrechte, Exklusivität und Reporting deshalb schriftlich fest; bei rechtlichen Zweifeln ist eine individuelle Prüfung sinnvoll.
Häufige Fragen zum Finden passender Influencer
Wie finde ich Influencer für meine Zielgruppe?
Beginnen Sie mit einer dokumentierten Persona und priorisierten Ländern, Sprachen, Interessen und Plattformen. Erstellen Sie anschließend über Keywords, Hashtags, Creator-Marktplätze oder Discovery-Tools eine Longlist und gleichen Sie deren Zielgruppendaten mit Ihrem Profil ab.
Welche Kennzahl ist bei der Auswahl am wichtigsten?
Es gibt keine einzelne verlässliche Kennzahl. Für Awareness zählen unter anderem qualifizierte Reichweite und Zielgruppen-Fit; für Abverkauf sind etwa Klicks, Code-Nutzungen, Conversion und Umsatz relevanter. Brand Fit, Content-Qualität und Reputationsrisiken gehören in beiden Fällen zur Entscheidung.
Wie erkenne ich auffällige oder gekaufte Follower?
Prüfen Sie sprunghafte Followerentwicklungen, wiederkehrende generische Kommentare, ein unplausibles Verhältnis von Aufrufen zu Interaktionen sowie die geografische und sprachliche Zusammensetzung der Audience. Kein einzelnes Signal beweist Manipulation; kombinieren Sie deshalb mehrere Indikatoren und lassen Sie sich aktuelle Plattformdaten zeigen.
Wie viele Influencer gehören auf eine Shortlist?
Als Arbeitsrichtwert können Sie drei bis fünf ernsthaft geprüfte Kandidaten pro geplanter Besetzung vergleichen. Bei mehreren Zielgruppen, Märkten oder Plattformen sollten Sie getrennte Shortlists führen, damit die Bewertung vergleichbar bleibt.
Sollte ich zuerst das Budget oder zuerst den Influencer festlegen?
Legen Sie zuerst einen Budgetrahmen und die gewünschten Leistungen fest. Erst dann lassen sich Honorare, Produktion, Nutzungsrechte, Exklusivität, Media-Budget und Messaufwand sinnvoll vergleichen.
Wenn Sie Strategie, Recherche und Vertragsabwicklung nicht intern abdecken können, können Sie über Sortlist passende Spezialisten für Ihr Influencer-Marketing-Projekt finden.
Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag der Influencer-Marketing-Agentur Reachbird.
Influencer-Marketing ist keine Neuheit mehr am Online-Marketing-Himmel. Im Gegenteil, viele Unternehmen haben diese Marketing-Disziplin bereits fest in ihre Strategie integriert. Dennoch gibt es Marken, die kaum oder noch gar keine Berührungspunkte in der Zusammenarbeit mit Content Creators aufweisen. Wie können diese den richtigen Influencer finden, der zu ihrer Marke passt?
Im Folgenden soll der Begriff Brand-Influencer-Fit erklärt werden. Ergänzend dazu werden wir 10 Kriterien nennen, die bei der Suche nach geeigneten Kollaborationspartnern unterstützen sollen.
Warum muss ich überhaupt einen Influencer finden?
Aktuelle Statistiken in Bezug auf die geschätzten Werbeausgaben im Segment Influencer-Werbung in Deutschland zeigen, dass diese in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Demzufolge ist im Zeitraum von 2019 – 2024 von einer Wachstumsrate von rund 23% auszugehen und spricht dafür, dass zunehmend auf Influencer-Marketing gesetzt wird (Quelle: Matthias Janson, 22.12.2021).
Diese Entwicklung kann mitunter auch auf die Vorteile des Influencer Marketings zurückgeführt werden. Kooperationen mit Content Creators bringen so einige Vorzüge mit sich und können auch die unternehmenseigenen Social-Media-Accounts fördern. Gerade die hohe Authentizität und Glaubwürdigkeit der Meinungsmacher lassen, die im Rahmen einer Kampagne produzierten Inhalte weniger werblich wirken und kommen deshalb besser bei den jeweiligen Communities an als in klassischen Werbekanälen wie Fernsehen, Prospekte oder Radio.
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Unabhängig davon, ob man bereits Erfahrung mit Influencern gemacht hat oder nicht, es sollte stets die Frage im Vordergrund stehen, welche Influencer zur bewerbenden Marke passen. Denn nur wenn ein sogenannter Brand-Influencer-Fit besteht, kann eine Kampagne erfolgreich sein und sowohl Content Creator als auch Brands von der Zusammenarbeit profitieren. Die Identifikation passender Influencer stellt eine der größten Herausforderungen für diese Marketingdisziplin dar, weil mit der Selektion und Auswahl der Erfolg einer Kampagne steht und fällt.
Brand-Influencer-Fit
Wie bereits erwähnt, ist der Brand-Influencer-Fit für eine erfolgreiche Influencer-Marketing-Kampagne entscheidend. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dieser Begrifflichkeit? Der Brand-Fit liegt vor, wenn sich der Influencer mit der Marke identifizieren kann und somit auch die Werte und Einstellungen beider Parteien übereinstimmen. Gleichzeitig sollte die Zielgruppe des Unternehmens sich in der Community des Influencers wiederfinden.
Doch was bedeutet dies konkret? Jedes Unternehmen vertritt nach außen definierte Kernwerte, um sich zum einen vom Wettbewerb abzugrenzen und zum anderen bei gewissen Themen, wie z.B. Nachhaltigkeit oder Regionalität in einem bestimmten Feld zu positionieren. Um die Brand authentisch zu bewerben sollten die Charakteristika und der Content des Influencers diese Kernwerte widerspiegeln.

Ist dies der Fall spricht man von einem Brand-Influencer-Fit. Da Glaubwürdigkeit das A&O im Influencer Marketing ist stellt dieser somit die Grundvoraussetzung bei der Auswahl geeigneter Meinungsmacher dar. Es sollte außerdem klar mit den ausgewählten Influencern kommuniziert werden, welche Botschaften und Werte die Brand vertritt.
10 Kriterien zur Auswahl passender Influencer
Nicht nur allein der Brand-Influencer-Fit sollte bei der Influencer-Selektion eine Rolle spielen. Es gibt auch weitere Kriterien, anhand derer in Frage kommende Content Creators identifiziert werden können und die gerade, wenn es um den Erfolg einer Kampagne geht, entscheidend sein können.
Kampagnenziel
Die Ziele, die mit Influencer-Marketing verfolgt werden, fallen von Kampagne zu Kampagne unterschiedlich aus. Häufig zählen zu diesen eine Steigerung des Umsatzes, des Marktanteils, der Deckungsbeiträge oder der Markenbekanntheit. Doch auch qualitative Werte, wie Kundenzufriedenheit oder ein gutes Image können für die Strategie als Intention definiert werden.
Die Wahl eines passenden Influencers, der hochwertigen und zielgruppengerechten Content produziert, ist ein geeigneter Weg diese zu erreichen. Deshalb sollte bei der Selektion beachtet werden ob die Eigenschaften des Content Creators im Einklang mit den Zielen des Unternehmens stehen. Hierfür können verschiedene Kennzahlen und Inhalte der Social-Media-Profile verglichen werden.
Influencer-Typologie (Mega, Macro, Micro, Nano)
Ein wichtiger Faktor für die Selektion ist außerdem die Follower Zahl der Influencer. Doch wie viele sind die richtige Anzahl für eine Kampagne? Man möchte denken, die Antwort auf die Frage lautet, je mehr desto besser, doch hier gilt es einige Faktoren zu beachten. Die Reichweite und damit auch die Anzahl erreichter Profile steigt natürlich mit der Anzahl an Abonnenten.
Jedoch überzeugen kleinere Influencer mit einer viel engeren Beziehung zu ihren Followern und einer höheren Zahl an Interaktionen. Daher ist es neben der Quantität auch die Qualität der Followerschaft, die über den Erfolg einer Kampagne entscheidet. Im Rahmen des Reachbird Trendreports 2022 stellt Prof. Dr. Alexander Bleier eine Studie vor, die untersucht, ob Nano- oder Mega-Influencer besser für Kooperationen geeignet sind. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass besonders diese aus dem oberen Mittelfeld für Kollaborationen geeignet sind.
Die Einordnung der Accounts in Kategorien erfolgt meist nach folgender Ordnung:
- Nano-Influencer umfassen die Accounts, die weniger als 10.000 Follower aufweisen.
- Micro-Influencer zählen zwischen 10.000 und 40.000 Followern.
- Macro-Influencer befinden sich bei einer Follower-Anzahl zwischen 50.000 und 1.000.000.
- Mega-Influencer haben über 1.000.000 Follower.
Je nach Größe des Accounts variieren auch die Preise für werbliche Kollaborationen. Dies sollte in der Auswahl beachtet werden, damit das Budget für eine Kampagne bestmöglich eingesetzt werden kann.
Zielgruppe = Community
Ein weiterer wichtiger Punkt, der bei der Selektion beachtet werden sollte, ist die Community eines Influencers. Neben der geeigneten Anzahl an Followern für eine Kampagne, sollte untersucht werden, ob diese auch der im Vorfeld definierten Zielgruppe entsprechen.

Die im Rahmen der Zielsetzung definierte Gruppe oder Persona, sollte sich in der Followerschaft wiederfinden. Außerdem empfiehlt sich die Vorlieben und Reaktionen vorheriger Beiträge zu untersuchen, um die Community einschätzen zu können. Für eine erfolgreiche Kampagne sollten Authentizität und Glaubwürdigkeit der Influencer gewährleistet werden.
Damit die Influencer die Produkte auch so authentisch und ehrlich wie möglich vermarkten können, ist es wichtig, dass sie hundertprozentig hinter dem Produkt und der Marke stehen. Dafür empfiehlt es sich einen ausreichend langen Zeitraum für die Testung und das Bilden einer Meinung zum Produkt einzuplanen und den Influencern die Möglichkeit bieten die Brand kennenzulernen. Insbesondere langfristige Kollaborationen mit Influencern zahlen sich aus, denn dadurch baut ebenfalls die Community ein Vertrauen zur Brand auf.
Engagements
Wichtige Kennzahlen im Influencer Marketing geben Einblicke in die Qualität der Reichweite. Diese Werte helfen bei der Selektion der Influencer und dabei, den richtigen Preis für die Kooperation zu ermitteln.
Die Engagement Rate misst die Anzahl an Interaktionen im Bezug zu den Followern. Diese Rate lässt zwischen wertvollen und gekauften oder Fake-Followern unterscheiden. Eine große Zahl an Likes, Kommentaren, Shares oder Link-Klicks sind ein Zeichen für eine gute Beziehung zu den Followern und ermöglicht einen Einblick, wie diese die Inhalte bewerten.
Die Conversion Rate bezeichnet den prozentualen Anteil erreichter Konten, die eine gewünschte Interaktion durchführen. Konversionen können zum Beispiel Käufe, Downloads, Anmeldungen für Newsletter oder Veranstaltungen oder das Einlösen von Rabattcodes sein.
Es existieren außerdem weitere Key Performance Indikatoren (KPI), die für die Einschätzung des Wertes einer Kollaboration mit Influencern und für Vergleiche herangezogen werden können.
Konkurrenzprodukte
Bei der Suche nach dem richtigen Influencer ist es wichtig auch vergangene Kooperationen in die Entscheidung miteinzubeziehen. Wenn ein Produkt sich nicht mit der Nutzung von Konkurrenzprodukten vereinbaren lässt, sollte im Vorfeld genau überprüft werden ob bereits mit Wettbewerbern kooperiert wurde. Dies lässt nämlich an der Authentizität der Botschaft des Influencers zweifeln.
Es variiert je nach Produktkategorie und Marke, ob eine Exklusivitätsvereinbarung nötig ist, sollte aber in jedem Fall beachtet und kommuniziert werden. Gegebenenfalls sollte sich vertraglich mit dem Influencer über den Umgang mit Produkten von Wettbewerbern während einer Kooperation geeinigt werden.
Reputation
Bei Influencern handelt es sich um bekannte Personen, die in der Öffentlichkeit stehen. Deshalb kann es immer zu unvorhergesehenen Situationen kommen, die auch die Kooperationspartner in ein schlechtes Licht rücken können.
Dieses Risiko lässt sich am besten durch langjährige Zusammenarbeit minimieren. Dadurch wird nämlich eine Beziehung aufgebaut und sowohl das Unternehmen als auch der Influencer selbst profitieren von dem Know-How über die Strategien und Verhaltensweisen. Eine Möglichkeit hierfür sind sogenannte Brand-Ambassador-Programme.
Im Falle von erstmaligen Kooperationen sollte der Influencer im Vorfeld genau unter die Lupe genommen werden. Hierbei wird ersichtlich, ob in der Vergangenheit ein Shitstorm oder Ähnliches stattgefunden hat.
Content-Qualität

Besonders wichtig für die Zusammenarbeit ist der Social-Media-Auftritt des Influencers. Die Inhalte und die Qualität der Beiträge, sowie der Umgang mit der Community beeinflussen, ob ein Brand-Influencer-Fit besteht. Die Inhalte und die Sympathie sollten mit den Werten der Firma im Einklang stehen. Das Profil sollte außerdem eine klare Linie verfolgen und durch authentische Kooperationen und einer guten Kommunikation mit der Community überzeugen.
Influencer, die einen Feed besitzen, der von hoher Qualität und Kreativität geprägt ist, bieten einen besonderen Mehrwert für die Kollaborationspartner.
Influencer finden: Preis
Natürlich spielt für die Kampagnenplanung auch die Höhe des Preises für den Influencer eine Rolle. Die Kosten unterscheiden sich je nach Reichweite, aber auch nach Branche oder Einfluss. Häufig lassen sich diese noch verhandeln oder können durch die Bereitstellung von Produkten oder Leistungen verhandelt werden. Außerdem kann bei längerer Zusammenarbeit über Rabatte gesprochen werden.
Die Preise werden meist pro Story, Post oder Video berechnet. Ausschlaggebend sind jedoch Werte, wie der Tausend-Kontakt-Preis (TKP), der es ermöglicht unterschiedliche Accounts miteinander zu vergleichen. Dabei handelt es sich um eine Kennzahl, die angibt, wie viel es für einen Werbenden kostet 1000 Sichtkontakte mit einer bestimmten Maßnahme zu erreichen. Anhand des TKP wird ersichtlich, ob die Kosten für eine Kampagne angemessen sind.
Zuverlässigkeit
Die Influencer werden im Normalfall durch einen Vertrag und ein Briefing an bestimmte Verhaltensweisen gebunden. Im Rahmen einer authentischen Kollaboration sollte ihnen jedoch trotzdem genügend Freiraum gegeben werden, sich kreativ zu entfalten.
Vor der Veröffentlichung der Beiträge können diese natürlich noch einmal durch Freigabe- und Qualitätsprozesse überprüft werden. Trotzdem basiert die Kollaboration auf Vertrauen und es ist daher wichtig, dass ein zuverlässiger Influencer ausgewählt wird, der erreichbar ist und sich kooperativ verhält.
Verfügbarkeit des Influencers
Im Rahmen des Selektionsprozesses sollte außerdem beachtet werden, dass vor allem bekannte Influencer bereits mehrere Monate in die Zukunft ausgebucht sind. Besonders zu High-Seasons oder Feiertagen werden oft schon weit im Voraus Kampagnen vorbereitet. Es sollte daher schon frühzeitig mit der Planung einer Kollaboration begonnen werden und die Anfrage der Influencer rechtzeitig erfolgen.
Fazit
Influencer Marketing ist eine effektive und zeitgemäße Art für Unternehmen, ihre Produkte zu vermarkten. Es nimmt mittlerweile einen großen Bestandteil im Online-Marketing ein. Um eine erfolgreiche Kampagne zu ermöglichen, ist die Auswahl der richtigen Influencer essenziell. Diese sollten in ihren Werten, der Kommunikation und dem Auftreten mit der Marke übereinstimmen, sodass eine authentische und erfolgreiche Kampagne umgesetzt werden kann.
Passende Content Creator können außerdem anhand bestimmter Größen und Kennzahlen, sowie qualitativer Werte ermittelt werden. Für den Auswahlprozess gibt es Influencer-Marketing-Agenturen wie Reachbird, die Unternehmen bei Social-Media-Werbemaßnahmen unterstützen. Mithilfe einer KI-gestützten Technologie und einem Team aus engagierten Experten können geeignete Influencer gefunden und die gesamte Kampagne gemanagt werden.
Damit Vertrauen aufgebaut werden kann, und beidseitig von der Beziehung profitiert werden kann, empfiehlt es sich außerdem, wenn der passende Brand-Influencer-Fit gefunden wird, langfristig zusammenzuarbeiten.