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Staatliche Fördermittel für Unternehmen: Welche Optionen gibt es?

Nicolas Finet Nicolas Finet 9 Min. Lesezeit
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Aktualisiert am 8. Oktober 2026 von Nicolas Finet, CEO von Sortlist. Neu sind die seit Juli 2025 verfügbaren ERP-Förderkredite für Digitalisierung und Innovation, aktuelle Fördersummen sowie Hinweise zu ausgelaufenen Programmen.

Staatliche Fördermittel lassen sich im Kern in nicht rückzahlbare Zuschüsse und rückzahlbare Finanzierungen einteilen; daneben kommen Bürgschaften und Beteiligungskapital infrage. Zuschüsse senken die Projektkosten, während günstige Darlehen, längere Laufzeiten und tilgungsfreie Jahre Liquidität und Finanzierungsspielraum verbessern können. Entscheidend sind der Unternehmensstandort, die Förderfähigkeit des Vorhabens und ein Antrag vor Projektbeginn.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beantragen Sie Fördermittel grundsätzlich vor der ersten Bestellung, Beauftragung oder Investition; eine nachträgliche Förderung ist häufig ausgeschlossen.
  • Seit dem 1. Juli 2025 ersetzen neue ERP-Förderkredite für Digitalisierung und Innovation ältere KfW-Angebote; bis zu 25 Millionen Euro Kredit und ergänzende Zuschüsse von bis zu 5 % sind möglich.
  • Prüfen Sie Zuschuss, Förderkredit und Eigenmittel gemeinsam: Ein Zuschuss reduziert den Finanzierungsbedarf, ein Förderkredit verteilt die verbleibende Belastung auf eine längere Laufzeit.

Was hat sich bei der Unternehmensförderung geändert?

Das im älteren Artikel genannte Investitionszuschussprogramm „Digital Jetzt“ ist bereits zum 31. Dezember 2023 ausgelaufen. Als aktuelle Alternative starteten Bundeswirtschaftsministerium, Bundesfinanzministerium und KfW am 1. Juli 2025 den ERP-Förderkredit Digitalisierung und den ERP-Förderkredit Innovation. Neu hinzugekommen ist außerdem der kostenlose KfW-Digitalisierungs-Check, der Unternehmen bei der Einordnung ihres Vorhabens unterstützt.

Eine Bewerbung für „Digital Jetzt“ ist nicht mehr möglich. Einen vertiefenden Überblick über aktuelle Finanzierungswege finden Sie in unserem Beitrag zu Fördermitteln für die Digitalisierung.

Fördermöglichkeiten im Vergleich

Förderung Geeignet für Aktuelle Konditionen Antrag und Rückzahlung
Nicht rückzahlbarer Zuschuss Definierte Investitionen, Beratung, Innovation oder Gründung Fördersatz und Höchstbetrag hängen vom konkreten Programm ab Keine Rückzahlung bei zweckgemäßer Verwendung; Antrag regelmäßig vor Projektbeginn
BAFA-Unternehmensberatung für KMU Konzeptionelle Beratung zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen oder organisatorischen Fragen Bis zu 3.500 Euro förderfähige Beratungskosten; 50 % beziehungsweise 80 % Zuschuss je nach Standort Maximal 1.750 beziehungsweise 2.800 Euro Zuschuss; Abwicklung über das BAFA
Gründungszuschuss Hauptberufliche Gründung aus dem Bezug von Arbeitslosengeld 6 Monate zuletzt bezogenes Arbeitslosengeld plus 300 Euro monatlich; anschließend gegebenenfalls 9 Monate je 300 Euro Nicht rückzahlbar; Ermessensleistung der Agentur für Arbeit und kein automatischer Rechtsanspruch
ERP-Förderkredit KMU Investitionen, Betriebsmittel, Gründung, Nachfolge oder Beteiligung Bis zu 25 Millionen Euro, bis zu 20 Jahre Laufzeit und bis zu 3 tilgungsfreie Jahre Rückzahlung erforderlich; Beantragung über einen Finanzierungspartner
ERP-Förderkredit Digitalisierung Hard- und Software, digitale Prozesse, Geschäftsmodelle und Zukunftstechnologien wie KI In den Stufen LevelUp und HighEnd bis zu 25 Millionen Euro; ergänzend 3 % beziehungsweise 5 % Zuschuss, maximal 200.000 Euro Kredit und Zuschuss werden gemeinsam vor Vorhabensbeginn über einen Finanzierungspartner beantragt

Für Gründungsvorhaben helfen zusätzlich unsere Übersichten zum ERP-Gründerkredit, zu Fördermitteln für die Existenzgründung und zum Gründungszuschuss.

Vier Kennzahlen für Ihre Vorauswahl

  • 25 Millionen Euro: maximaler Kreditbetrag des ERP-Förderkredits KMU sowie der anspruchsvolleren Stufen des ERP-Förderkredits Digitalisierung; Stand Oktober 2026, Quelle: KfW.
  • 20 Jahre und 3 Jahre: maximale Laufzeit beziehungsweise maximaler tilgungsfreier Zeitraum beim ERP-Förderkredit KMU; die tatsächlichen Konditionen richten sich nach der gewählten Laufzeitvariante und Bonität.
  • 3 % oder 5 %: ergänzender Zuschuss zum ERP-Förderkredit Digitalisierung für LevelUp- beziehungsweise HighEnd-Projekte, begrenzt auf 200.000 Euro; Quelle: BMWE, 25. August 2025.
  • 1.750 oder 2.800 Euro: maximaler BAFA-Zuschuss zu förderfähigen Beratungskosten von höchstens 3.500 Euro, abhängig vom Unternehmensstandort; Quelle: BAFA-Förderkompass 2025.

Zuschuss-Szenario berechnen

Mit diesem Rechner schätzen Sie den möglichen Zuschuss und den verbleibenden Finanzierungsbedarf. Tragen Sie den Fördersatz und die Obergrenze des konkreten Programms ein; das Ergebnis ist keine Förderzusage.

Unverbindlicher Förderrechner




Geschätzter Zuschuss: 1.750,00 €
Verbleibender Finanzierungsbedarf: 18.250,00 €

Praxisstimme: Was die Förderung konkret bewirken kann

„Der Gründungszuschuss macht es einfacher, sein Zukunftsprojekt umzusetzen, denn er gibt finanzielle Sicherheit, die man gerade am Anfang braucht.“

Joel Schweinsberg, Gründer eines Marketing- und Sportevent-Unternehmens, Fallbeispiel der Bundesagentur für Arbeit vom 3. Juli 2026

Das Beispiel zeigt den Liquiditätseffekt eines Zuschusses, ersetzt aber keine individuelle Prüfung. Die Bundesagentur für Arbeit entscheidet anhand der persönlichen Voraussetzungen, der Tragfähigkeit des Vorhabens und ihrer Ermessensprüfung.

So prüfen Sie Fördermittel ohne vermeidbare Antragsfehler

  1. Vorhaben abgrenzen: Halten Sie Ziel, Kosten, Zeitraum, Standort und erwarteten wirtschaftlichen Effekt schriftlich fest.
  2. Programme filtern: Nutzen Sie die Förderdatenbank des Bundes und filtern Sie nach Fördergebiet, Unternehmensgröße, Branche und Förderart.
  3. Förderfähigkeit bestätigen: Prüfen Sie Richtlinie, Ausschlüsse, beihilferechtliche Grenzen und zulässige Kombinationen. Branchenportale können eine Vorauswahl erleichtern, maßgeblich bleibt jedoch die offizielle Richtlinie.
  4. Finanzierung vollständig rechnen: Berücksichtigen Sie Eigenmittel, Vorfinanzierung, nicht förderfähige Kosten, Tilgung und den Zeitraum bis zur Auszahlung.
  5. Vor Beginn beantragen: Das Existenzgründungsportal des Bundes empfiehlt ausdrücklich, den Antrag vor der Investition zu stellen und die schriftliche Bewilligung abzuwarten.
  6. Nachweise sichern: Bewahren Sie Angebote, Verträge, Rechnungen, Zahlungsbelege und Projektdokumentation entsprechend dem Zuwendungsbescheid auf.

Benötigen Sie für ein förderfähiges Digital-, Marken- oder Marketingprojekt externe Umsetzungskompetenz, können Sie Ihr Projekt bei Sortlist beschreiben und passende Agenturen finden.

Deutschland, Österreich und die Schweiz getrennt prüfen

Die genannten KfW-, BAFA- und Arbeitsagentur-Programme gelten für Deutschland. Unternehmen in Österreich sollten aktuelle Instrumente der Austria Wirtschaftsservice und der FFG prüfen; in der Schweiz bündelt Innosuisse Angebote für wissenschaftsbasierte Innovationsprojekte und Innovationsschecks. Auch innerhalb eines Landes können regionale Programme, Einreichfenster und Budgets kurzfristig wechseln.

Häufige Fragen zu staatlichen Fördermitteln für Unternehmen

Müssen staatliche Fördermittel zurückgezahlt werden?

Zuschüsse müssen bei zweckgemäßer Verwendung in der Regel nicht zurückgezahlt werden. Förderkredite sind dagegen verzinste Darlehen und müssen entsprechend dem Tilgungsplan zurückgezahlt werden.

Wann darf ein gefördertes Projekt beginnen?

Der Antrag muss bei vielen Programmen vor Vorhabensbeginn gestellt werden. Bestellungen, verbindliche Verträge oder Anzahlungen können bereits als Projektbeginn gelten; warten Sie im Zweifel die schriftliche Bestätigung der Förderstelle ab.

Können Zuschüsse und Förderkredite kombiniert werden?

Eine Kombination ist häufig möglich, sofern die jeweilige Richtlinie sie zulässt. Prüfen Sie dabei Kumulierungsgrenzen, Beihilfehöchstbeträge und ob dieselben Kostenpositionen mehrfach angesetzt werden dürfen.

Warum wird ein KfW-Kredit über die Hausbank beantragt?

Die KfW vergibt viele Unternehmenskredite nach dem Durchleitungsprinzip. Ihr Finanzierungspartner prüft Bonität und Vorhaben, schließt den Kreditvertrag und reicht den Förderantrag an die KfW weiter.

Welche Vorteile haben Förderdarlehen gegenüber normalen Bankkrediten?

Je nach Programm bieten sie günstigere Konditionen, längere Laufzeiten, tilgungsfreie Anlaufjahre oder eine teilweise Risikoübernahme für den Finanzierungspartner. Das kann Liquidität und Kreditzugang verbessern, garantiert aber keine Bewilligung.

Welche Programme ersetzen „Digital Jetzt“?

„Digital Jetzt“ endete am 31. Dezember 2023. Seit dem 1. Juli 2025 stehen insbesondere der ERP-Förderkredit Digitalisierung und der ERP-Förderkredit Innovation zur Verfügung; ergänzend können regionale Zuschüsse infrage kommen.

Quellen und Stand


Mitunter reicht eine tolle Idee einfach nicht aus, um ein Unternehmen auf die Beine zu stellen. Wer nicht über das benötigte finanzielle Rückgrat verfügt, merkt schnell, wie hart der Weg zum Erfolg sein kann. Doch Start-ups und Neugründungen halten eine komplette Marktwirtschaft am Leben.

Das weiß auch die Regierung, die mit speziellen Fördermitteln vor allem Existenzgründern unter die Arme greifen will. Denn eins ist klar, der Mittelstand sorgt für Stabilität und Fortschritt. „Made in Germany“ hat national und international einen hohen Stellenwert, der mit Innovationen und technologischen Überraschungen immer wieder bestätigt werden muss.

Es ist im Sinne aller Beteiligten, neue Unternehmen zu unterstützen, die genau diesen frischen Wind in den Markt bringen, der das Rad am Laufen hält. Wer auf Unterstützung für seine Idee bauen darf und vor allem welche Arten von Förderungen es gibt, damit befassen wir uns jetzt.

Was sind staatliche Fördermittel für Unternehmen?

Der Bund hat einige Programme aufgelegt, die sich vor allem an Existenzgründer oder Unternehmen im Mittelstand richten, die sich vergrößern und Umstrukturierungen vornehmen wollen, um auf dem Markt bestehen und wachsen zu können.

staatliche fördermittel für unternehmen in form einer finanzierung

Bevor Sie sich um einen Kredit bei der Bank kümmern, lohnt es sich, die Programme des Bundes zu überprüfen. Die Leistungen sind vielfältig und reichen von anfänglichen kostenlosen Beratungen bis hin zur eigentlichen Finanzspritze zu besonderen Konditionen.

Mehr als 1.000 Fördermittel-Programme sind bundesweit gelistet. Die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen Bedingungen mit einem dieser Angebote übereinstimmen, ist groß. Es ist absolut empfehlenswert, als Start-up die Förderprogramme zu nutzen, um schneller Fuß zu fassen.

Wer hat Anspruch auf ein Förderprogramm?

Der Fokus dieser Fördermittel, die vom Bund initiiert wurden, liegt definitiv beim Mittelstand. Die sogenannten KMU, sprich kleine und mittelgroße Unternehmen sollen Investitionen tätigen können oder Existenzgründer neue Unternehmen aufbauen, welche die allgemeine Wirtschaftsleistung des Landes verbessern.

Sie haben eine fantastische Geschäftsidee, der Businessplan steht, doch es fehlt am Kapital? Dann sind die Förderprogramme die beste Option.

Welche Art von Förderung gibt es?

Der Bedarf an Fördermitteln ist definitiv gegeben. Dabei sind verschiedene Programme für unterschiedliche Marktsegmente verfügbar. Es werden Existenzgründer und Firmengründer gefördert. Diese Fördermittel teilen sich meist in Zuschüsse, Bürgschaften, Förderkredite und Beteiligungskapital auf.

Doch auch Beratungsdienstleistungen und Wissensvermittlung sind bei den Angeboten verfügbar. Digitalisierung ist ein wichtiger Punkt, der mit einigen Optionen gedeckt werden soll.

Wofür können Fördermittel für Unternehmen genutzt werden?

Es gibt eine sehr große Auswahl an Fördermitteln, die Unternehmen unterschiedlich einsetzen können. Hierbei sind Investitionen in die Infrastruktur oder die Herstellungsprozesse des Mittelstandes möglich. Andere Förderprogramme fokussieren sich auf die digitale Transformation, bei der der Kauf von Software- und Beratungsdienstleistungen und Mitarbeiterbindung bezahlt wird.

Existenzgründer werden die monatlichen Lebenskosten gestellt, genauso wie Geld, das für Betriebsgeräte, Büroräume und andere Investitionen genutzt werden kann.

businessplan um förderung zu erhalten

Doch schauen wir uns im folgenden Überblick eine Auswahl der Fördermittel an, hinter denen in den meisten Fällen die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, steht. Einige Darlehen lassen sich nur über die Hausbank beantragen, die Hand in Hand mit der KfW zusammenarbeitet. 

Fördermittel zur Digitalisierung aus der Förderdatenbank:

Der digitale Umschwung ist nicht aufzuhalten. Immer mehr Prozesse werden in Unternehmen automatisiert und digitalisiert. Gerade in diesem Bereich wird deutlich, dass der Mittelstand viel Potenzial verschenkt. Ein Großteil der KMUs setzt bisher nur bedingt auf digitale Prozesse.

Viele wollen die Vorteile von Automatisierung und digitalen Prozessen nutzen, wissen aber manchmal nicht, wo man anfangen soll. Mit speziellen Förderprogrammen wird die Digitalisierung unterstützt, um die Konkurrenzfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen zu garantieren.

Go Digital

Jedes Unternehmen, das weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigt, kann sich zu IT-Sicherheit, Übergang zu digitalen Geschäftsprozessen, Data-Awareness und digitale Markterschließung beraten lassen. Der Förderkredit Go Digital übernimmt die Beratungsleistungen, um Projekte im Unternehmen umzusetzen. Anwärter können aus fünf Modulen wählen, die sich alle um Digitalisierung drehen.

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Digital jetzt

Digital jetzt ist ein weiteres Förderprogramm, das sich dem omnipräsenten Thema Digitalisierung widmet. Alle Unternehmen, die drei bis 499 Mitarbeiter beschäftigen, können die Fördermittel beantragen.

Jedoch müssen diese für die Qualifizierung von Mitarbeitern zum Thema Digitalisierung oder direkt für Investitionen in digitale Technologien genutzt werden, die dem Unternehmen einen Mehrwert erzeugen. Auch Freiberufler und Handwerker können das Fördergeld beantragen.

Weitere (länderspezifische) Fördermittel

Neben dem Bund vergeben auch die Bundesländer Fördergelder. Diese können je nach Standort in der Höhe und im Verwendungszweck variieren. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, gut informiert zu sein. Einige interessante Förderprogramme sind:

  • Baden-Württemberg: Digitalisierungsprämie Plus 
    Ein Programm, das die Einführung neuer IT-Systeme unterstützt. Wer mindestens 10.000 Euro an Investitionen ausgibt, kann mit 6.000 bis 12.000 Euro gefördert werden.
  • Bayern: Digitalbonus
    Das Fördergeld soll Anstoß geben, aktuelle Prozesse und Produkte zu optimieren. Der Fokus liegt vor allem auf den kleinen Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeitern.
  • Berlin: Digitalprämie Berlin
    Auch hier wird der Umstieg auf digitale Systeme unterstützt. Freiberufler und Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern können Ihre Unterlagen präsentieren.
  • Brandenburg: Innovationsgutschein (BIG)
    Brandenburg möchte Innovationen mehr Raum gewähren. Unternehmen, die Unterstützung beim Transfer von Informationen, Wissen und Technologien brauchen, können dieses Fördermittel beantragen. Das Angebot richtet sich an Handwerksbetriebe und kleine KMUs, die Projekte in der Entwicklung und Forschung realisieren.
  • Hamburg: Kredit Innovation
    Die Zuschüsse bei diesem Programm manifestieren sich in Form sehr günstiger Darlehen. Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern, die nicht an der Börse notiert sind, Start-ups und Firmengründungen können sich bewerben.
  • Saarland: Digital Starter
    Die generelle Einführung von digitalen Systemen wird gefördert. Investitionen in Höhe von 5.000 Euro bis maximal 10.000 Euro müssen getätigt werden, um Finanzmittel der saarländischen Fördertöpfe zu erhalten. Angedacht sind 20 bis 30% der Gesamtinvestition.
  • Thüringen: Digitalbonus
    Menschen in Selbstständigkeit und Unternehmen des Mittelstandes aus Handwerk und Handel haben Zugang zu diesem Fördermittel. IT-Sicherheit, Cloud-Lösungen und digitale Prozesse werden gefördert. Ihre Investition liegt bei mindestens 5.000 Euro, dann qualifizieren Sie sich für eine Förderung über 50 % bis zu 15.000 Euro.

Fördermittel zur Unternehmensgründung

Start-ups und Existenzgründer sollten die Angebote des Bundes nutzen, um schneller auf dem hart umkämpften Markt bestehen zu können. Während die Digital-Fördermittel vor allem an bereits bestehende Unternehmen gerichtet sind, sind die Programme zur Unternehmensgründung und Existenzgründung an Selbstständige gerichtet, die ihre Nebentätigkeit in Haupttätigkeit verwandeln wollen oder die komplett bei null anfangen.

Wenn Sie mit dem Gedanken kokettieren, ein eigenes Unternehmen zu gründen, kann es sinnvoll sein, vorab eine Agentur zur Start-Up-Gründung hinzuzuziehen, um sich beraten zu lassen.

ERP-Gründerkredite: Startgeld und Universell

Die Gründerkredite werden von der KfW über den Umweg der eigenen Hausbank vergeben. Dieses Fördermittel richtet sich an Start-ups, aber auch an Menschen, die eine Unternehmensnachfolge antreten oder eine Unternehmensübernahme durchführen.

Das Darlehen ist besonders zinsgünstig und kann mit bis zu 20 Jahren Laufzeit belegt werden. Hinzukommen ein oder zwei tilgungsfreie Jahre zu Beginn. Die Verwendung wird den Antragstellern überlassen, doch es muss sich entweder um förderfähige Betriebsmittel oder Investitionen für den Aufbau des Unternehmens handeln.

Gründungszuschuss 

Die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gibt erste Informationen über die vom Bund aufgelegten Förderprogramme. So findet sich in der Liste auch der Gründungszuschuss, der in den Förderbereich Existenzgründung & -festigung fällt.

Arbeitslosen soll mit diesem Fördermittel der Einstieg in den aktiven Arbeitsmarkt gelingen. Der Gründungszuschuss unterteilt sich in zwei Phasen. In den ersten sechs Monaten werden Zuschüsse in Höhe des vorher erhaltenen Arbeitslosengeldes plus 300 Euro Zuschuss für Sozialversicherungen vergeben. Die Fördermittel können weitere neun Monate gezahlt werden, wenn die Selbstständigkeit nachgewiesen wird.

Einstiegsgeld 

Das Einstiegsgeld hat ebenfalls Arbeitslose im Fokus, die sich aus der Abhängigkeit heraus bewegen wollen. Erstellen Sie ein überzeugendes Portfolio, in dem die Geschäftsidee, die zu erwartenden Umsätze und die Finanzierung erläutert werden. Idealerweise verfügen Sie über Berufserfahrung in diesem Bereich, was eine positive Antwort vonseiten des Sachbearbeiters beschleunigt.

Weitere Fördermittel für zukünftige Unternehmer, die den Start erleichtern

Mit der kleinen Auswahl ist es natürlich nicht getan. Auf Bundes- und Landesebene gibt es viele weitere Förderprogramme, die bei der Kapitalbeschaffung unterstützen. Unsere kleine Liste soll nur ein Auszug aus den Fördermöglichkeiten sein.

Mit einem online Fördermittelcheck können Sie schnell mehr als tausend Förderprogramme filtern und so das richtige für Ihre Anforderungen finden.

EXIST Gründerstipendium

Dieses Programm richtet sich speziell an Studierende, die dabei sind, ihre akademische Bildung abzuschließen und sich auf eine Unternehmensgründung vorzubereiten. Dabei stehen innovative Technologien und Produkte, die auf Wissen und Wissenschaft beruhen, im Fokus.

exist gründerstipendium für studierende

Über die Forschungseinrichtung oder die Hochschule können staatliche Fördermittel beantragt werden, die einem bestimmten Projekt zugutekommen. Ausgegeben werden monatliche Zuschüsse, die zwischen 1.000 und 3.000 Euro bewegen.

ERP-Regionalförderprogramme

Kleine und mittelständische Unternehmen, die im GRW-Bereich tätig sind, können von dieser speziellen Förderung profitieren. Eine Voraussetzung, um an das zinsgünstige Darlehen zu kommen, sieht vor, dass Ihr Unternehmen bereits fünf Jahre am Markt aktiv ist.

Mikromezzanin-Fond Deutschland

Dieses Fördermittel wird aus dem Europäischen Sozialfond und dem ERP-Sondervermögen bezogen. Es ist eine Art stille Beteiligung. Mit dieser Maßnahme soll die Kapitalkraft des Unternehmens gestärkt werden.

Beteiligungen sind bei Zuschüssen in Höhe von maximal 50.000 Euro möglich. Sie befinden sich noch in der Phase der Existenzgründung, dann ist ein Zuschuss von 35.000 Euro möglich. Sicherheiten müssen zwar nicht gestellt werden, doch es müssen Gewinne in Höhe von 1,5% abgegeben werden und die Zuschüsse müssen zurückgezahlt werden.

Fazit

Staatliche Fördermittel für Unternehmen sind in Deutschland fast im Überfluss vorhanden. Für viele Rahmenbedingungen und Anforderungen lässt sich ein passendes Programm finden. Weiterbildung, verbesserte Sicherheit im digitalen Bereich oder Zuschüsse für Unternehmensgründungen werden mit Förderdarlehen und einer speziellen Finanzierung unterstützt.

Gleiches gilt für den Bereich von Forschung und Entwicklung, von dem sich der Staat Innovationen und neue Technologien erhofft, die die nationale Wirtschaftskraft verbessern. Jeder, der den Schritt in die Selbstständigkeit wagen möchte und gut vorbereitet ist, kann von einem der Programme profitieren und den Traum vom eigenen Unternehmen umsetzen.

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Nicolas Finet

Über den Autor

Nicolas Finet

Mitgründer & CEO von Sortlist. Unternehmer mit Leidenschaft für B2B-Marketing und dafür, Unternehmen bei ihrem Wachstum zu begleiten. Seit 2014 bringt er Unternehmen in ganz Europa mit den besten Marketingagenturen zusammen. Experte für digitale Strategie, Geschäftsentwicklung und die Skalierung von B2B-Marktplätzen. Regelmäßiger Speaker zu Growth Marketing und Unternehmertum.

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