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Twitter Analytics: Die 8 wichtigsten Kennzahlen

Nicolas Finet Nicolas Finet 11 Min. Lesezeit
twitter analytics

Aktualisiert am 15. Oktober 2026 von Nicolas Finet, CEO von Sortlist. Neu sind der aktuelle X-Analytics-Zugang, ein Vergleich von vier Analysewerkzeugen, präzisierte KPI-Definitionen und ein Rechner für Engagement- und Link-Klickraten. Twitter heißt inzwischen X; für historische Suchanfragen verwenden wir beide Bezeichnungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Impressionen allein belegen keinen Erfolg: Entscheidend ist, welche Antworten, Reposts, Link-Klicks oder Conversions daraus entstehen.
  • Vergleichen Sie immer dieselbe Definition: X und Drittanbieter erfassen Engagement teilweise unterschiedlich, weshalb ihre Werte voneinander abweichen können.
  • Arbeiten Sie mit Zeitreihen: Ein Vergleich über mindestens vier Wochen ist aussagekräftiger als die isolierte Bewertung eines einzelnen Posts.

Was hat sich bei Twitter Analytics geändert?

Das offizielle Post Activity Dashboard von X zeigt weiterhin organische und bezahlte Impressionen, Engagements, Link-Klicks, Reposts, Likes und Antworten. Nach Angaben von X lässt es sich über ein Anzeigenkonto oder eine Registrierung auf analytics.x.com nutzen; der voreingestellte Zeitraum umfasst 28 Tage.

Auch der Werkzeugmarkt hat sich verändert: Buffer stellte sein bisheriges Produkt Analyze am 7. Oktober 2026 ein und ersetzte es durch Insights. Metricool führte am 13. Juli 2026 für X-Verbindungen einen separaten Zusatz für regulär 10 Euro pro Monat und Account ein. Prüfen Sie deshalb Funktionsumfang und API-bedingte Grenzen neu, selbst wenn Ihr Team bereits ein etabliertes Reporting verwendet.

Twitter-Analytics-Tools im Vergleich

Tool Geeignet für Wichtige Funktionen Zu beachten Redaktionelle Bewertung*
X Post Activity Dashboard Direkte Kontrolle einzelner Posts Impressionen, Engagement-Rate, Link-Klicks, Video-Retention sowie Trennung organischer und bezahlter Werte CSV-Export auf 30 Tage und 3.000 Posts je Export begrenzt 4,5/5
Buffer Insights Kleine Teams mit mehreren Netzwerken Kanalüberblick, Post-Vergleich, Followerentwicklung und Exporte als CSV, Markdown, PDF oder Grafik Für X werden beim Verbinden 30 Tage Post-Daten nachgeladen; manche Exportfunktionen sind kostenpflichtig 4,0/5
Metricool Planung plus Wettbewerbsvergleich Impressionen, Interaktionen, Follower-Zuwachs pro Post, Wettbewerberanalyse und konfigurierbare Engagement-Formel X erfordert einen kostenpflichtigen Plan plus Add-on; der vollständige Kennzahlenzugriff beginnt in höheren Tarifen 4,0/5
Sprout Social Größere Teams und umfangreiche Reports Post-, Profil-, Paid-, Tag-, Wettbewerber- und Teamberichte über mehrere Netzwerke Funktionsreich; vor der Auswahl sollten Kosten und tatsächlich benötigte Berichtstiefe geprüft werden 4,0/5

*Redaktionelle Einordnung für die X-Analyse: 5 steht für eine besonders gute Kombination aus Kennzahlentiefe, Nachvollziehbarkeit und Reporting. Sie ist kein Nutzerbewertungsdurchschnitt.

Die acht wichtigsten X-Kennzahlen im Jahr 2026

  1. Impressionen: Wie oft ein Post ausgeliefert wurde. Das ist keine Zahl eindeutig erreichter Personen: Mehrere Ansichten durch denselben eingeloggten Account können mehrfach zählen.
  2. Engagements: Die Summe der erfassten Interaktionen. X zählt unter anderem Likes, Antworten, Reposts, Link-Klicks, Profil-Klicks, Medien-Klicks und Detailansichten; Drittanbieter können weniger Ereignistypen erhalten.
  3. Engagement-Rate: Engagements ÷ Impressionen × 100. Nutzen Sie dieselbe Formel für alle Vergleichszeiträume.
  4. Link-Klicks und Link-Klickrate: Für Traffic-Ziele zählt nicht jeder Klick auf den Post, sondern der Klick auf die enthaltene URL. Berechnung: Link-Klicks ÷ Impressionen × 100.
  5. Antworten: Sie zeigen, ob ein Post eine Unterhaltung auslöst. Bewerten Sie zusätzlich Qualität und Tonalität, wie im Sortlist-Leitfaden zum Social Listening beschrieben.
  6. Reposts und Zitat-Posts: Reposts verbreiten den Inhalt weiter; Zitat-Posts ergänzen ihn um einen eigenen Kontext. Trennen Sie beide Werte im Reporting, sofern Ihr Werkzeug dies erlaubt.
  7. Profil-Klicks und neue Follower: Diese Kombination zeigt, ob ein Post nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Interesse am Absender erzeugt.
  8. Video-Retention und Abschlussrate: X stellt für Videos unter anderem Betrachtungs- und Abschlussraten bereit. Eine Videoansicht wird in angebundenen X-Daten typischerweise erfasst, wenn mindestens 50 % des Players für mindestens 2 Sekunden sichtbar sind.

Ordnen Sie diese Werte einem Geschäftsziel zu. Eine breitere Systematik finden Sie in den Sortlist-Artikeln über Marketingkennzahlen und Social-Media-Marketing.

Vier Zahlen für die praktische Auswertung

  • 28 Tage: Dies ist laut X der voreingestellte Analysezeitraum im Post Activity Dashboard.
  • 30 Tage und 3.000 Posts: So groß darf ein einzelner CSV-Export aus dem X-Dashboard maximal sein. Größere Analysen müssen in mehrere Exporte aufgeteilt werden.
  • Bis zu 36 Stunden: X aktualisiert Post-Kennzahlen meist binnen Sekunden, weist aber darauf hin, dass sich die Daten noch bis zu 36 Stunden stabilisieren können. Finalisieren Sie Monatsberichte daher nicht unmittelbar nach dem letzten Post.
  • 5-mal mehr Antworten, 2,8-mal mehr Reposts und 1,9-mal mehr Likes: Diese von TweetEraser am 30. Dezember 2024 zusammengetragenen Vergleichswerte beziehen sich auf Posts mit Video. Behandeln Sie sie als Format-Benchmark und testen Sie die Wirkung mit Ihren eigenen Daten.

Praxisstimme: Veröffentlichungszeit testen statt übernehmen

„Die beste Zeit für einen Post ist montags und donnerstags um 8 Uhr früh.“

Hootsuite, Komplett-Leitfaden zu X Analytics, 25. April 2025

Dieser konkrete Zeitpunkt ist ein sinnvoller Startwert, aber kein universelles Optimum. Veröffentlichen Sie vergleichbare Inhalte über mindestens vier Wochen in zwei oder drei Zeitfenstern und vergleichen Sie anschließend Engagement-Rate, Link-Klickrate und Conversions. Weitere Grundlagen für einen solchen Testplan bietet unser Beitrag zur Social-Media-Strategie.

Geben Sie die Werte eines Posts oder eines einheitlichen Berichtszeitraums ein. Der Rechner verwendet die Formeln Engagements ÷ Impressionen × 100 und Link-Klicks ÷ Impressionen × 100.

X-KPI-Rechner

Engagement-Rate: 2.50 %

Link-Klickrate: 0.80 %

So erstellen Sie ein belastbares Monatsreporting

  1. Legen Sie vorab ein Ziel wie Reichweite, qualifizierte Websitebesuche oder Gespräche fest.
  2. Exportieren Sie die Daten monatlich und dokumentieren Sie Zeitraum, Zeitzone, Werkzeug und verwendete Formeln.
  3. Trennen Sie organische von bezahlten Ergebnissen sowie Original-Posts von Antworten.
  4. Vergleichen Sie Formate, Themen und Veröffentlichungszeiten anhand von Medianwerten; ein einzelner Ausreißer sollte die Entscheidung nicht bestimmen.
  5. Verknüpfen Sie URLs mit UTM-Parametern und prüfen Sie im Webanalyse-System, ob Klicks tatsächlich zu Anfragen oder Käufen führten.

Wenn Strategie, Content-Produktion und Reporting intern nicht abgedeckt werden können, können Sie passende Social-Media-Expertise über Sortlist finden.

Häufige Fragen zu Twitter Analytics und X Analytics

Ist Twitter Analytics jetzt X Analytics?

Ja. Seit der Umbenennung wird Twitter als X bezeichnet; ältere Anleitungen und einige Werkzeugoberflächen verwenden jedoch weiterhin Twitter. Gemeint sind die Analysewerte desselben Netzwerks.

Sind Impressionen dasselbe wie Reichweite?

Nein. Impressionen erfassen Ausspielungen beziehungsweise Ansichten und sind keine Zahl eindeutig erreichter Accounts. Wiederholte Ansichten können mehrfach zählen.

Warum zeigt ein Drittanbieter andere Engagement-Zahlen als X?

X berücksichtigt mehr Interaktionstypen, als teilweise über die API an externe Werkzeuge übermittelt werden. Zusätzlich können Aktualisierungszeitpunkt, Berichtszeitraum, Zeitzone und die Behandlung bezahlter Posts abweichen.

Wie oft sollte ich X Analytics auswerten?

Kontrollieren Sie laufende Kampagnen regelmäßig, treffen Sie strategische Entscheidungen aber anhand eines festen Wochen- oder Monatsrhythmus. Warten Sie bei Abschlussberichten die von X genannte Stabilisierungsfrist von bis zu 36 Stunden ab.

Welche Engagement-Rate ist auf X gut?

Ein allgemeingültiger Grenzwert wäre irreführend, weil Zielgruppe, Thema, Accountgröße, Post-Format und Berechnungsweise das Ergebnis beeinflussen. Bilden Sie zunächst einen eigenen Ausgangswert über mindestens vier Wochen und vergleichen Sie anschließend Posts mit demselben Ziel und derselben Formel.


Twitter ist eine der beliebtesten Social Media-Plattformen weltweit. Mit Millionen von täglich aktiven Nutzern und 6.000 Tweets pro Minute hat sich der Kurznachrichtendienst auch als Teil des Marketings von Unternehmen fest etabliert.

Damit Marketer ihre Social Media-Strategie auch für Twitter professionell planen können, bietet die Plattform mit Twitter Analytics eigene Insights in die Performance von Tweets an.

Wir erklären Ihnen in diesem Leitfaden, was genau die Twitter Insights sind, wie Sie auf die Daten zugreifen können und welche Erkenntnisse und Informationen Sie aus den unterschiedlichen Kennzahlen ziehen können

Was sind die Twitter Analytics?

welcome to twitter, tablet screen

Wie bei jeder anderen Social Media-Plattform gibt es auch bei Twitter die Möglichkeit, die Performance des dort veröffentlichen Inhalts zu überprüfen. Dies geschieht über die Daten in den Twitter Analytics, die den Nutzenden einen Einblick geben, wie gut ihre Tweets sich verbreiten und wie viele Menschen mit ihren Inhalten interagieren.

Twitter Analytics sind für alle Nutzer der Social Media-Plattform kostenfrei zugänglich. Für professionelle Accounts mit sehr vielen Nutzenden gibt es außerdem zusätzlich ein weiteres Tweet Aktivität Dashboard: Das Media Studio.

Twitter Media Studio

Im Sommer 2016 kündigte Twitter erstmals das Media Studio an. Ursprünglich war dies als Desktop-Plattform für die Planung und Verbreitung von Video-Inhalten auf Twitter gedacht. Mittlerweile dient Media Studio allerdings für die Organisation aller möglichen verschiedenen Inhaltsformen auf der Plattform.

Über Media Studio können Sie die folgenden Inhalte gestalten und veröffentlichen:

  • Bilder
  • GIFs
  • Videos
  • Livestreams

Darüber hinaus finden sich eine Vielzahl an Daten und Informationen für Analysen zur Performance dieser Inhalte auf Twitter in dem Dashboard.

Allerdings hat nicht jedes Profil direkt Zugriff auf die Funktionen des Twitter Media Studios. Aktuell (Stand November 2021) ist dies nur einigen auserwählten Accounts möglich. Wer keinen Zugriff hat, soll sich nach Angaben der Seite des Media Studios an seinen Twitter Account Manager wenden.

Was sind die Vorteile der Twitter Analytics?

Blind Inhalte zu veröffentlichen ohne zu wissen, ob sie bei der Zielgruppe gut ankommen – oder wer die Zielgruppe auf der Plattform überhaupt ist – kann Sie nicht nur viel Zeit und Mühe, sondern letztendlich auch Geld kosten. Deswegen sollten Sie die Möglichkeiten der Auswertung Ihrer Twitter-Performance nutzen und sich mit den Daten vertraut machen.

Das sind die Vorteile der Twitter Analytics:

Sie lernen Ihre Follower besser kennen

Auch wenn soziale Medien immer mehr professionalisiert und für Werbezwecke genutzt werden, so sind sie doch persönlicher und nahbarer als viele andere Kommunikationskanäle. Das liegt vor allem an der Möglichkeit, direkt mit den Nutzern zu kommunizieren und in Kontakt zu treten – und diese können wiederum ebenfalls ohne Umschweife Kontakt mit den Accounts aufnehmen.

Die Twitter Analytics geben Ihnen also Insights dazu, wer hinter Ihren Followern steckt.

Das beinhaltete ursprünglich auch mal die gängigen demographischen Merkmale, wie:

  • Alter
  • Wohnort
  • Geschlecht
  • Sprache
  • Interessen
  • Konsumverhalten
  • mobile Endgeräte
  • usw.

Ende Januar 2020 löschte Twitter allerdings die sogenannten Audience Insights aus ihren Analytics und bisher gibt es auch keine weitere Möglichkeit, in den Analytics Twitter Nutzer demographisch einzuordnen.

Tweet zur Löschung der Audience Insights aus den Twitter Analytics

Dementsprechend ist es jetzt noch wichtiger als vorher, sich auf die Insights und Zahlen zu der Performance der Tweets zu fokussieren, um dadurch die Interessen und Vorlieben der Follower besser kennenzulernen.

Finden Sie heraus, welche Themen und Tweets gut funktionieren

Die Analytics auf Twitter helfen Ihnen dabei, Ihre Social Media-Strategie zu optimieren und nur die Inhalte in Tweets zu verwandeln, die bei Ihren Followern gut ankommen. Dadurch können Sie nicht nur Ihre allgemeine Reichweite auf der Plattform vergrößern, sondern Ihre Follower auch intensiver an sich binden und echte Markentreue schaffen.

Marken können durch die Twitter Analytics zum Beispiel in Erfahrung bringen, ob Bilder oder Videos besser funktionieren, ob Bilder mit oder ohne Menschen eher bei den Followern ankommen und welche Themen zu mehr Interaktionen unter einem Tweet führen. Um diese Strategien weiter zu verbessern, kann eine Social Media Beratung hilfreich sein. All dies steigert Ihre Beliebtheit und Ihre Reichweite auf Twitter – und liefert Ihnen Ideen für neuen Content.

Sie können Werbung schalten und Ihre Werbeanzeigen auswerten

Schließlich haben Sie über die Twitter Analytics auch die Möglichkeit, die Performance von Ihren geschalteten Werbeanzeigen zu überprüfen und ebenfalls Erfolge zu wiederholen.

Sie haben hier die Wahl zwischen dem Boosten eines einzelnen Tweets oder dem Erstellen von gezielten Werbeanzeigen auf Twitter. Durch einen Blick auf den Vergleich Ihrer organischen, also nicht beworbenen, Posts sowie der Werbeanzeigen erhalten Sie einen guten Eindruck davon, welche Themen Sie mit ein bisschen extra Budget noch weiter pushen können.

Beim Erstellen einer Social Ads-Kampagne für Twitter oder auch andere Plattformen, kann Ihnen eine Social Media-Agentur beratend zur Seite stehen.

Wo finde ich die Twitter Analytics?

Sie können sowohl über das Menü in der App auf Ihrem Smartphone als auch am Desktop auf die Twitter Analytics zugreifen.

Twitter Analytics auf dem Handy

Um über die App Insights zu der Performance Ihrer Tweets zu bekommen, müssen Sie im Menü nur zu Ihrem Profil navigieren und bei den Tweets, die Sie näher untersuchen möchten, auf das Statistiksymbol mit den drei senkrechten Strichen unten rechts klicken.

Screenshot der Optionen unterhalb eines Tweets

Daraufhin werden Ihnen die folgenden Kennzahlen angezeigt:

  • Impressionen
  • Interaktionen
  • Medieninteraktionen
  • „Gefällt-Mir“-Angaben
  • Profilklicks
  • Antworten
  • Detailerweiterungen
  • Retweets
  • Link-Klicks

Welche dieser Kennzahlen angezeigt werden, hängt davon ab, wie die User mit dem Tweet interagiert haben. Erhält ein Tweet z. B. keine Likes, so entfällt die Angabe dieser in den Analystics.

Darüber hinaus haben Sie hier die Möglichkeit, einzelne Tweets in eine Werbeanzeige zu verwandeln und zusätzlich zu promoten.

Twitter Analytics am Computer

Neben dem Zugriff über die App können Sie die Twitter Analytics ebenfalls über Ihren Computer aufrufen. Dafür müssen Sie nur zu Ihrem Analyse-Dashboard unter analytics.twitter.com navigieren.

Auf dieser Seite finden Sie nun Informationen und Daten zu Ihren Tweets, die in verschiedenen Dashboards präsentiert werden.

Dazu gehören unter anderem:

  • Die Anzahl Ihrer Tweets
  • Die Anzahl Ihrer Follower
  • Gefällt mir Angaben für Tweets
  • Impressions
  • Mentions
  • Profil-Besuche
  • Neue Follower
  • Engagements wie Link-Klicks und Detailerweiterungen
  • Retweets
  • uvm.
Screenshot vom Twitter Help Center

Was bedeuten die wichtigsten Kennzahlen?

Die Analytics zeigen eine Vielzahl an unterschiedlichen Daten und Informationen an, anhand derer Marketers und Social Media Manager die Performance ihrer Tweets auswerten können.

Was die einzelnen Ressourcen genau bedeuten und wie sie sich zusammensetzen, wollen wir im Nachfolgenden etwas detaillierter erklären.

Impressions

Wie auch auf anderen sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram zeigen auch bei Twitter Impressions an, wie vielen Accounts auf Twitter ein Tweet angezeigt wurde. Diese Kennzahl ist sehr wichtig um zu sehen, ob Ihre Inhalte tendenziell gut ankommen.

Das zeigt sich zum Beispiel in steigenden Impressions. Wenn die Anzahl der Impressions gleich bleiben oder sogar abnehmen, sollte dringend etwas an den veröffentlichten Inhalten verändert werden.

Interaktionen

Das Engagement, auch Interaktionen genannt, gibt an, wie viele User auf Twitter mit deinen Tweets interagiert haben. Ein Engagement kann dabei entweder eine „Gefällt mir“-Angabe, ein Klick auf einen Link, ein Klick auf die Detailansicht, ein Retweet, ein Share oder ein Aufruf des Profils sein.

Interessant ist hier aber nicht nur die Anzahl des Engagement insgesamt, sondern die sogenannte Interaktionsrate. Diese berechnet sich wie folgt:

Die Gesamtzahl der Interaktionen / die Gesamtheit der Impressions = Interaktionsrate in %

Je höher die Engagement Rate ist, desto besser kommt Ihr Content bei den Usern an.

Neue Follower

Wie der Name es bereits vermuten lässt, wird in dieser Kennzahl angezeigt, wie viele neue User Ihnen folgen. Je mehr User Ihrem Profil offiziell folgen, desto eher werden ihnen auch Ihre Inhalte angezeigt.

Einem Account zu folgen ist dabei eine langfristige Art der Markenbindung. Deswegen sollten Sie diese Statistiken auf jeden Fall im Auge behalten. Wenn Sie Follower verlieren, lohnt es sich außerdem auf die Suche nach Gründen dafür zu gehen und im Zweifel Ihre Tweets und veröffentlichten Inhalte umzustellen, um nicht noch mehr Follower zu verlieren.

Top Tweets

Zu den Daten, die Ihnen in Ihrem Dashboard angezeigt werden, zählt auch der Top Tweet Ihres Unternehmen. Der Top Tweet ist die Veröffentlichung Ihres Accounts, der über einen bestimmten Zeitraum die meisten Impressionen erhalten hat.

Diesen Tweet sollten Sie als Anhaltspunkt für Ihren weiteren Content nehmen und Ihre Social Media-Strategie entsprechend anpassen. Wenn es sich bei dem Tweet zum Beispiel um eine Infografik gehandelt hat, sollten Sie auch zukünftig ähnliche Grafiken veröffentlichen und im Auge behalten, ob diese Tweets ähnlich gut bei Ihrem Publikum ankommen und viele Interaktionen hervorrufen.

Top Follower

Ebenfalls erwähnt wird in Ihrem Dashboard der Top Follower Ihres Profils. Dies ist der Account, dem selbst am meisten andere Nutzende folgen.

Diese Kennzahl ist deswegen für Sie relevant, da Sie mit einem Retweet dieses Accounts die größtmögliche Anzahl an weiteren Menschen erreichen können. Kurzum: Sie müssen nur einen Account dazu bewegen, Ihren Tweet zu teilen, und schon Sie können ein breites Publikum an potenziellen neuen Followern ansprechen.

Hier liegt also sehr viel Potenzial für eine Reichweitensteigerung und es kann sich durchaus lohnen, Ressourcen darauf zu verwenden, Ihren Top Follower zu einem Retweet zu bewegen.

Top Erwähnungen

Diese Kennzahl zeigt Ihnen die Tweets, die am häufigsten von anderen Twitter Usern retweetet oder erwähnt wurden. Dabei zählen die Tweets anderer Accounts, die am meisten Impressionen erhalten haben.

Diese Daten sind nicht nur wertvoll, um Ihre Markenbekanntheit zu steigern. Top Erwähnungen dienen auch dazu, Einblicke in Unterhaltungen über das eigene Unternehmen zu bekommen und eine gewisse Einstellung zu Ihrer Marke zu überwachen.

Wenn Sie zum Beispiel früh genug potenziell negative Berichte zu Ihrem Unternehmen wahrnehmen und beschwichtigend eingreifen, können Sie im Zweifel einen Shitstorm verhindern oder durch eine schnelle und freundliche Reaktion und Verständnis für Unmut der Nutzer sogar neue Sympathisanten und potenzielle Follower für sich gewinnen.

Das Beobachten der Top Erwähnungen ist also eine gute Strategie, um Daten und Erkenntnisse über das Image des Businesses zu sammeln.

Video-Abschlussrate

Wie auch auf anderen Social Media Netzwerken ist auch bei Twitter die Bedeutung von Videos immer größer geworden. Deswegen veröffentlichen immer mehr Unternehmen dort Bewegtbildformate – und auch dazu sammelt die Plattform Informationen.

Die wichtigste Kennzahl zu Videos ist neben Interaktion die Abschlussrate. Diese wird berechnet, indem die Anzahl der Videoaufrufe durch die Anzahl der Videostarts geteilt wird. Sie zeigt also an, wie viele der User sich das Video in ganzer Länge angeschaut haben.

Die 28 Tage-Übersicht

Schließlich zeigt Ihnen eine Zusammenfassung der vergangenen 28 Tage an, wie Ihr Content auf der Plattform im Vergleich zum Vormonat performt hat. Diese Erkenntnisse sind besonders hilfreich um den Einfluss von Werbekampagnen zu messen, indem beispielsweise die Summe der Interaktionen miteinander verglichen wird.

Diese Analysen lassen sich aber auch für andere Zeiträume anwenden. So können Sie die Informationen auf dem Dashboard auch für die vergangenen 7 Tage anpassen oder sich Ergebnisse für einen vorigen Monat anzeigen lassen.

Welche weiteren Tools gibt es für Twitter Analysen?

https://unsplash.com/photos/Jm1YUfYjpHI

Neben den Twitter Analytics gibt es auch eine Vielzahl an externen Tools von Anbietern, die weitere Analysen zu Ihren Tweets und Kampagnen anbieten und die Interaktion Ihrer Nutzer messen.

Mit dem Twitter Tool Listen von Brandwatch können Sie zum Beispiel Informationen zu den besten Zeiten für Posts erhalten und somit die organische Reichweitere Ihrer Tweets erhöhen.

Die App Twitonomy wiederum bietet zusätzliche Einblicke in die Reichweite von bestimmten Hashtags und kann Ihnen so helfen, Ergebnisse für Kampagnen noch weiter zu steigern.

Und das Tool Followerwonk zeigt Ihnen schließlich an, wie viele Nutzer Sie neu dazu gewonnen und auch verloren haben.

Fazit zu Twitter Analytics: Alles auf einen Blick

Wenn Ihr Unternehmen auf Twitter aktiv ist, dann stellen Ihnen die Daten in den Analytics alle nötigen Funktionen zur Verfügung, um Ihre Nutzer bestmöglich anzusprechen und Ihre Tweets optimal zu gestalten.

Zusätzlich gibt es auch weitere Tools, mit denen Sie Ihre Interaktionen und Retweets messen und dadurch beste Ergebnisse erzielen können.

Deswegen sollten Sie regelmäßig Ihre Twitter Analytics überprüfen und eine Auswertung der Ergebnisse in Ihre Marketing-Aktivitäten integrieren.

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Nicolas Finet

Über den Autor

Nicolas Finet

Mitgründer & CEO von Sortlist. Unternehmer mit Leidenschaft für B2B-Marketing und dafür, Unternehmen bei ihrem Wachstum zu begleiten. Seit 2014 bringt er Unternehmen in ganz Europa mit den besten Marketingagenturen zusammen. Experte für digitale Strategie, Geschäftsentwicklung und die Skalierung von B2B-Marktplätzen. Regelmäßiger Speaker zu Growth Marketing und Unternehmertum.

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