Aktualisiert am 9. Oktober 2026 von Nicolas Finet, CEO von Sortlist.
Neu sind die klare Trennung von Seitenaufbau und Seitenhierarchie, ein Strukturvergleich, aktuelle Kennzahlen, ein interaktiver Struktur-Check und ergänzte FAQ.
Damit können Sie Ihre Website-Struktur gezielt auf Orientierung, Auffindbarkeit und Neukundengewinnung ausrichten.
Das Wichtigste in Kürze
- Planen Sie getrennt, wie eine einzelne Seite aufgebaut ist und wie sämtliche Seiten miteinander verbunden sind.
- Wählen Sie die Struktur nach Nutzeraufgabe und Inhaltsumfang: Eine Unternehmenswebsite benötigt meist eine andere Hierarchie als ein Shop oder Wissensportal.
- Prüfen Sie nicht nur das Menü, sondern auch Klicktiefe, verwaiste Seiten, interne Links und eindeutige Handlungsziele.
Was sich seit 2023 verändert hat
Der ursprüngliche Beitrag vom 13. April 2023 stellte die Verbindung zwischen Selbstdarstellung, Produktverkauf und Interaktion heraus. Diese Ziele gelten weiterhin; in der Planung sollte jedoch deutlicher zwischen zwei Ordnungsebenen unterschieden werden: dem Aufbau einer einzelnen Seite aus Kopfbereich, Inhalt und Fußzeile sowie der übergeordneten Hierarchie aller Seiten. Das Menü verbindet beide Ebenen, weil es die übergeordnete Ordnung sichtbar macht. Diese Abgrenzung beschreibt auch der 2026 aktualisierte Leitfaden von SEOagents zur Website-Struktur.
Eine hilfreiche Analogie liefert Magdalena Gajewski: Die Struktur ist der Masterplan beziehungsweise das Inhaltsverzeichnis des Webauftritts. Ihr Fünf-Schritte-Leitfaden zur Neustrukturierung zeigt, warum Inhalte zuerst geordnet und erst danach in Navigation und Seiten umgesetzt werden sollten.
Welche Website-Struktur passt zu welchem Vorhaben?
| Strukturmodell | Geeignet für | Stärke | Typisches Risiko | Prüffrage |
|---|---|---|---|---|
| Flache Hierarchie | Kleine Unternehmens- und Portfolio-Websites | Wichtige Angebote sind direkt erreichbar | Das Hauptmenü wird bei wachsendem Umfang unübersichtlich | Kann jede Hauptseite eindeutig benannt werden? |
| Kategorie–Unterkategorie | Shops und umfangreiche Leistungsportfolios | Viele Detailseiten lassen sich thematisch bündeln | Zu ähnliche Kategorien führen zu Mehrdeutigkeit | Wissen Nutzer sofort, welche Kategorie ihr Anliegen enthält? |
| Hub-and-Spoke beziehungsweise Themencluster | Blogs, Ratgeber und Wissensbereiche | Eine zentrale Übersichtsseite verbindet vertiefende Inhalte | Lose Beiträge ohne Rückverlinkung bleiben isoliert | Verlinkt jede Detailseite sinnvoll zum Themen-Hub zurück? |
| Sequenzielle Struktur | Formulare, Buchungen und geführte Prozesse | Ein klarer nächster Schritt reduziert Entscheidungsaufwand | Fehlende Rücksprünge erschweren Korrekturen | Können Nutzer ihren Stand erkennen und Eingaben ändern? |
| Hybride Struktur | Websites mit Produkten, Wissen und mehreren Zielgruppen | Unterschiedliche Einstiege lassen sich kombinieren | Doppelte Navigationswege können widersprüchlich werden | Führen alternative Wege zuverlässig zum gleichen Ziel? |
Struktur in fünf Schritten planen
- Ziele priorisieren: Legen Sie fest, ob Vorstellung, Verkauf, Kontaktaufnahme oder Self-Service im Vordergrund stehen. Bei einem Zielmix braucht jede zentrale Seite ein erkennbares Hauptziel.
- Inhalte inventarisieren: Erfassen Sie vorhandene und geplante URLs, ihren Zweck, ihre Zielgruppe und den verantwortlichen Bereich. Hinweise für die Bestandsaufnahme finden Sie auch in der Sortlist-Checkliste zum Neugestalten einer Website.
- Seiten gruppieren: Bündeln Sie Inhalte nach Nutzerfragen statt nach der internen Abteilungsstruktur. Überschneidungen markieren Sie zunächst, bevor Sie Seiten zusammenführen oder neu zuordnen.
- Hierarchie und Links entwerfen: Definieren Sie Hauptkategorien, Detailseiten, Breadcrumbs und kontextuelle Links. Der Beitrag über Pillar Pages und Themencluster erläutert dieses Prinzip für Wissensinhalte.
- Testen und messen: Lassen Sie typische Aufgaben ohne Erklärung durchführen und kontrollieren Sie anschließend Crawling, Indexierung und interne Verlinkung. Vertiefende Hinweise liefern die Beiträge zu Onpage-SEO und Crawlern und Indexierung.
Kennzahlen mit Planungskontext
- 2 Ordnungsebenen: Seitenaufbau und Hierarchie des gesamten Webauftritts sollten getrennt geprüft werden. Quelle und Stand: SEOagents, 24. August 2026.
- 5 Planungsschritte: Der 2023 veröffentlichte Praxisleitfaden von Magdalena Gajewski strukturiert die Neuordnung einer Website in fünf Schritte. Quelle: Magdalena Gajewski, 22. August 2023.
- 79 %: So viele Befragte einer deutschen Bitkom-Erhebung gaben 2025 an, dass digitale Geräte und Anwendungen ihr Leben erleichtern. Basis: 1.003 Befragte. Quelle: Bitkom Research, Digitale Teilhabe 2025.
- 72 %: Dieser Anteil wünschte sich in derselben Erhebung, künftig mehr digitale Services etwa von Banken, Online-Shops oder Behörden zu nutzen. Für Website-Betreiber ist das ein Marktindikator, kein individueller Conversion-Benchmark.
Stimme aus der Praxis
„Verwechseln Sie die Ebenen, optimieren Sie an der falschen Stelle und wundern sich über ausbleibende Wirkung.“
SEOagents, „Website-Struktur planen“, im Kontext der zwei Ordnungsebenen einer Website, 24. August 2026
Für die Praxis bedeutet das: Ein aufgeräumter Seiteninhalt repariert keine widersprüchliche Navigation. Umgekehrt löst ein neues Menü keine unklare Informationsreihenfolge oder fehlende Handlungsaufforderung auf der einzelnen Seite.
Mini-Tool: Struktur-Risiko einschätzen
Tragen Sie vier Werte aus Ihrem Crawl oder Ihrer Seitenliste ein. Der Ergebniswert ist eine transparente Orientierung für die Priorisierung und kein Rankingfaktor oder Ersatz für einen Nutzertest.
Wann externe Unterstützung sinnvoll ist
Bei einer kleinen Website kann ein internes Team die Inhaltsinventur und Baumstruktur häufig selbst erstellen. Bei mehreren Zielgruppen, Sprachen, Shopsystemen oder einem Relaunch müssen Informationsarchitektur, UX, Inhalte, Technik und Weiterleitungen jedoch eng abgestimmt werden. Wenn Ihnen dafür Kapazität oder Erfahrung fehlt, können Sie passende Fachleute für Ihre Website-Struktur finden.
Häufige Fragen zur Website-Struktur
Was ist der Unterschied zwischen Seitenaufbau und Website-Struktur?
Der Seitenaufbau ordnet die Elemente einer einzelnen URL, beispielsweise Kopfbereich, Hauptinhalt, Handlungsaufforderung und Fußzeile. Die Website-Struktur beschreibt dagegen, wie Startseite, Kategorien und Detailseiten hierarchisch angeordnet und durch Navigation sowie interne Links verbunden sind.
Wie flach sollte eine Website-Struktur sein?
Es gibt keine universelle Zahl, die für jeden Webauftritt passt. Wichtiger ist, dass zentrale Aufgaben ohne Umwege lösbar sind, Kategorien eindeutig bleiben und relevante Seiten nicht nur über die Suche oder die XML-Sitemap erreichbar sind. Die im Mini-Tool verwendeten drei Navigationsschritte sind deshalb ein Prüfwert und keine allgemeine SEO-Grenze.
Soll das Hauptmenü alle Seiten enthalten?
Nein. Das Hauptmenü sollte die wichtigsten Einstiege verständlich abbilden. Detailseiten können über Kategorieseiten, kontextuelle Links, Breadcrumbs, Filter oder den Fußbereich erschlossen werden, sofern Nutzer und Crawler einen nachvollziehbaren Pfad vorfinden.
Wie erkenne ich eine verwaiste Seite?
Eine verwaiste Seite erhält keinen internen Link von einer anderen indexierbaren Seite. Vergleichen Sie dafür eine Crawl-Liste mit Ihren Sitemaps, Analytics-Daten oder dem CMS-Export. Prüfen Sie anschließend, ob die Seite sinnvoll eingebunden, zusammengeführt, weitergeleitet oder aus dem Index genommen werden sollte.
Wann sollte die Website-Struktur überarbeitet werden?
Typische Anlässe sind ein Relaunch, ein stark gewachsenes Leistungsangebot, wiederkehrende Suchabbrüche, widersprüchliche Kategorien oder zahlreiche verwaiste Seiten. Ändern Sie bestehende URLs erst nach einer Bestandsaufnahme und planen Sie erforderliche Weiterleitungen vor der Veröffentlichung.
Websites sind für den Großteil der Unternehmen das wichtigste Kommunikationsmittel mit ihrer Zielgruppe. Dabei ist es egal, ob Sie eine Internetpräsenz für die herstellende Industrie, Designagenturen, Lebensmittelhändler oder Modegeschäfte entwickeln. Die Gesetze einer effizienten und gut gemachten Website-Struktur können Sie branchenübergreifend anwenden.
Gute Strukturen verhelfen immer zu einer klaren Vision des Projektes und setzen den Fokus auf das jeweilige Ziel. Wie genau Sie eine Website mithilfe einer effizienten Struktur erstellen und welche Punkte hier besonders interessant sind, erklären wir im folgenden Artikel.
Wie erstellen Sie die Struktur für eine neue Website?
Die Konzeption und der Aufbau einer Website steht im Mittelpunkt vieler Marketingstrategien, bietet Ihnen dieser Kanal doch einen direkten Weg zu Ihrer Zielgruppe. Es ist also umso wichtiger, an diesem Punkt nicht zu geizen und eventuell Experten mit ins Boot holen. Hier können Sie von der Erfahrung spezialisierter Designagenturen profitieren und das Maximum für Ihren neuen Webauftritt herausholen. Möchten Sie sich selbst versuchen, wird Ihnen unser Leitfaden sicher sehr helfen.

Bevor es überhaupt losgeht, sollten Sie sich über die Ziele Ihrer Website klar sein. Soll sie Ihre Agentur oder Firma vorstellen oder liegt der Fokus auf der Neukundengewinnung und dem Verkauf der eigenen Produkte? Meist wird ein Mix dieser Ziele verlangt.
Jeder möchte sich natürlich im besten Licht präsentieren und gleichzeitig seine Produkte an die Kunden bringen. Um nicht nur gelesen und wieder vergessen zu werden, sollte Ihre Website-Struktur die Interaktion mit Ihrer Zielgruppe unterstützen. Dies kann zum Beispiel über Buttons erfolgen, die zu einem Newsletter führen oder detaillierte Information zu den Produkten liefern.
Das Hauptziel, den Bekanntheitsgrad zu steigern, sollten Sie dann in Unterziele einteilen, die besser kontrollierbar sind. Dies könnte zum Beispiel mit dem Abo eines Newsletters erreicht werden oder mit extra Informationsseiten zu den Produkten, die der Kunde auswählen kann. Aus den definierten Zielen können Sie dann die Inhalte ableiten, die Sie auf den Webseiten integrieren müssen.
Verschiedene Webseiten und ihre Besonderheiten
Startseite oder Homepage

Die Startseite ist das Aushängeschild Ihrer Website. Stellen Sie Ihr Unternehmen hier kurz vor und holen Sie den Besucher ab. An dieser Stelle sollte kurz und knapp erklärt werden, worum es geht und was der Nutzer zu erwarten hat. Eine direkte Ansprache des Besuchers ist sehr hilfreich.
Must-Haves der Startseite sind Informationen wie Firmenlogo, Suchleiste, Kundenbegrüßung und ein Call-to-Action, der den Besucher animiert, in Aktion zu treten. Call-to-Actions können zum Beispiel Kontaktformulare, Bestellbuttons oder auch „Mehr“-Buttons sein.
Über uns
Nutzer, die diese Seite anwählen, möchten etwas über Sie und Ihre Firma erfahren. Vielleicht haben diese bereits ein Produkt gekauft und wollen nun wissen, wer dahinter steckt. In jedem Fall zeigt der User ein gesteigertes Interesse.
Zeigen Sie hier, wer Sie sind. Stellen Sie das Team vor. Welche Philosophie verbirgt sich hinter dem Firmenmotto? Lassen Sie den Kunden teilhaben. Dadurch erzeugen Sie eine tiefere Kundenbindung. Menschen sind soziale Wesen und kaufen lieber von anderen Menschen als von anonymen Konzernen.
Mit Bildern kommunizieren Sie auf einer emotionalen Ebene. Denn Menschen fallen Bilder zuerst ins Auge. Hier die richtige Auswahl zu finden ist essentiell. Versuchen Sie bei der „Über uns“-Seite auf Stockimages zu verzichten. Arbeiten Sie lieber mit Fotos von Mitarbeitern oder der eigenen Produktionsstelle. Authentizität ist sehr wichtig und wird mit treuen Kunden belohnt.
Qualitätszertifikate oder Awards zu Ihren Produkten werden hier eingebaut. Sollten Sie jedoch über relativ viele Auszeichnungen verfügen, empfiehlt es sich, einen Link von der About-us-Seite zu einer separaten Seite mit allen Auszeichnungen und Qualitätssiegeln zu schalten.
Blog
Blogartikel sind Beiträge, die in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Hier sollte auf jeden Fall Qualität über Quantität stehen. Kein Kunde möchte von Texten überflutet werden, die nur sogenannten „Thin Content“ enthalten. Lieber konzentrieren Sie sich auf qualitativ hochwertige Artikel, die zu Ihrem Unternehmen passen. Einmal die Woche oder alle zwei Wochen einen guten Artikel zu veröffentlichen ist marketingtechnisch viel besser als alle drei Tage einen wenig hilfreichen Text zu bloggen.
Integrieren Sie Links, die auf andere Inhalte Ihrer Website verweisen. Mit den sogenannten internal Links erreichen Sie, dass der Nutzer sich länger auf Ihrer Plattform aufhält. Links zu Social-Media-Plattformen können ebenso sehr nützlich sein. Dies nimmt auch Google war und bewertet Ihre Internetseite entsprechend besser.
Das Verwenden von Bildern und Videos kann deren Zweck unterstützen, sollte aber nicht zu überschwänglich verwendet werden. Organisieren Sie die Blog-Seite übersichtlich, sodass Besucher schnell die aktuellen Beiträge finden. Eine Suchfunktion hilft den Nutzern mit einfachen Suchbegriffen nach bestimmten Produkten oder Themen zu suchen.
Kontakt
Kontaktdaten können entweder unter einer eigenen Kontaktseite aufgeführt werden oder Sie können diese Daten bei der „Über uns“-Seite integrieren. Bei einer individuellen Kontaktseite ist es wichtig, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und die Postanschrift zu veröffentlichen.
Haben Sie ein eigenständiges Verkaufsteam, so stellen Sie dieses hier doch einfach vor und geben Bereich und Durchwahl an. Ein Foto des Mitarbeiters mit Zuständigkeitsbereich und Anschluss bringt den persönlichen Aspekt ins Spiel. Ihre Kunden wissen nun, mit wem Sie reden.
Preis- und Verkaufsseite
Bevor es zu einem Kaufabschluss kommt, möchten sich fast alle Kunden genau über das gewünschte Produkt informieren. Die sogenannte Pricing Page gibt nicht nur Aufschluss über den Preis der gewählten Ware, sondern sollte auch detaillierte Informationen über das Produkt enthalten. Dabei helfen Kommentare anderer Käufer, Bewertungen und Testzertifikate.
Halten Sie diese Seite übersichtlich und klar strukturiert. Der zukünftige Käufer sollte schnell alle relevanten Daten erhalten. Fassen Sie Produktgruppen unter einem Punkt zusammen und leiten Sie auf Unterseiten weiter, wenn die Auswahl zu groß und zu unübersichtlich ist. Wichtige Informationen zu den Produkten sind zum Beispiel:
- Warum braucht der Kunde gerade dieses Produkt?
- Welche Vorteile hat die Ware gegenüber der Konkurrenz?
- Warum sollte gerade jetzt gekauft werden?
Am Ende der Informationen erscheint im Optimalfall ein Call-to-Action-Button, der auf die Bestellseite und zum Kaufabschluss führt.
Gesetzliche Vorgaben
Seit Mai 2018 ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft und verlangt von allen Websites in der EU die korrekten Datenschutzeinstellungen. Das dürfen Sie als deutsche Firma nicht vergessen, in die Website-Struktur mit aufzunehmen. Auf folgende Elemente ist dabei zu achten:
Datenschutzerklärung
Die Datenschutzerklärung kann entweder im Footer der Website untergebracht werden oder auf einer einzelnen Seite. Hier erscheinen die verwendeten Plugins, Dienste und Rechte von Dritten.
Impressum
Das Impressum findet sich bei der Vielzahl der Websites im Footer. Hier werden noch einmal alle Kontaktdaten seriös und nüchtern wiedergegeben.

Verschlüsselung
Eine Verschlüsselung Ihrer Website ist immer zu empfehlen. Bei Hosting-Anbietern kann das leicht hinzugebucht werden. Im Browserfenster macht sich das mit dem Kürzel “https” bemerkbar. Alle Websites ohne Verschlüsselung werden seit einiger Zeit von Google außerdem als bedenklich eingestuft.
Wie erstellen Sie eine klare Website-Struktur?
Sie wissen nun, welche einzelnen Seiten Ihre Website braucht. Als nächstes kommt es darauf an, die für Sie notwendigen Strukturen zu nutzen und in einer schlüssigen Übersicht zusammenzusetzen.
Sie haben bereits festgelegt, welche Ziele Sie mit der Website verfolgen und welchen Inhalt Sie Ihrer Zielgruppe präsentieren möchten. Besitzen Sie im Rahmen einer generellen Marketingstrategie bereits ein Unternehmensleitbild, so können Sie sich daran orientieren, wenn es um die einzelnen Themengebiete auf den Webseiten geht.
In einem ersten Schritt ist mit Stift und Papier schnell eine erste grobe Seitenstruktur geschaffen. Es sollte eine Startseite, die sogenannte Homepage geben und die unterschiedlichen Themenbereiche und Produktseiten. Dazu kommen wie weiter oben bereits erklärt, generelle Informationsseiten wie Über uns, Kontakt und die rechtlichen Daten.
Strukturierung des Website-Menüs
Nachdem die Themenbereiche feststehen gilt es, diese in eine Ordnung zu bringen. Je nach Thema und Umfang reicht hier immer noch, den Stift in die Hand zu nehmen oder Sie können auf spezielle Tools, wie z.B. Flowmapp oder Octopus, zurückgreifen.
Bilden Sie hier die Hierarchie der Inhalte ab. Welche Content-Seiten gehören zusammen und werden als Unterseiten eines Hauptmenüpunktes geführt? So zum Beispiel gehören die Content-Seiten “Unsere Werte”, “Team” und “Event” zur Hauptkategorie “Über uns”.
Gerade wenn die Seite bei Google ein gutes Ranking erzielen soll, ist es sehr hilfreich, immer wieder den Sturkturbaum zu Hilfe zu nehmen. Unterseiten verlinken auf die nächsthöhere Ebene bis Sie im Hauptmenü landen. Die höchste Ebene erhält entsprechend die meisten internen Links.
Die richtigen Menünamen und URL-Bezeichnungen
An diesem Entwicklungspunkt stehen die Inhalte der unterschiedlichen Seiten fest. Wo welche Inhalte hinkommen sollte genau festgelegt sein. Denn die Namensvergabe und die URL-Bezeichnung sind wichtige Punkte in Hinsicht auf Suchmaschinenoptimierung. Bei der Wahl der Menünamen sollten Sie sich Gedanken zu folgenden Punkten machen:
- Durch den Menünamen kann der Nutzer erahnen, was diese Seite behandelt.
- Verwenden Sie Begriffe und Keywords, die treffend sind und häufig verwendet werden.
Um den zweiten Punkt zu erfüllen, empfiehlt sich eine Keyword-Recherche. Damit finden Sie heraus, welche Wörter häufig gesucht werden und wie hoch der Wettbewerb ist. Am besten sind natürlich Keywords, die häufig gesucht, aber wenig von der Konkurrenz genutzt werden. Das Keyword sollte dann wenn möglich in der URL auftauchen.
Eine Seitenstruktur entwerfen
Die generelle Gliederung Ihrer Website steht nun. Doch die einzelnen Seiten müssen ebenfalls gestaltet und strukturiert werden. Hier müssen Sie folgende Punkte bedenken:
- Welcher Content kommt auf die Seiten?
- In welcher Reihenfolge werden die Inhalte angezeigt?
- Welche Medien können die Inhalte der Zielgruppe am besten übermitteln?
Content der unterschiedlichen Webseiten
Bereiten Sie hier für die Besucher eine kurze Definition des Inhaltes auf. Und spicken Sie diese mit einigen zusätzlichen Erklärungen und Daten, die interessant sind. Nicht zu vergessen natürlich Ihren Lösungen, was Produkte oder auch Dienstleistungen sein können.
Sind Sie zum Beispiel eine Versicherungsgesellschaft und bieten Fahrradversicherungen an, so erklären Sie zuerst etwas zum Problem des Fahrraddiebstahls und dessen Häufigkeit. Am Schluss bieten Sie Ihre Lösung an, eine spezielle Fahrradversicherung.
Eine Website-Struktur konzipieren
Für eine optimale Strukturierung des Contents ist es wichtig, zu wissen, dass User meist nicht gerne sehr lange Texte lesen. Sie wollen schnell die gewünschte Information finden, ohne dafür riesige Texte durchgehen zu müssen. Ein zweiter, sehr wichtiger Punkt für das Konzept: halten Sie sich an einige einschlägigen SEO-Regeln, damit sie ein gutes Ranking auf Google erreichen.
Begriffsdefinition
Beginnen Sie wenn möglich Ihre Texte und Blogartikel mit einer Begriffsdefinition. Was bei den Suchmaschinen direkt unter Ihrem Link angegeben wird, sind die ersten Zeilen der Inhalte. Achten Sie darauf, diesen Textteil mit dem Haupt-Keyword zu versehen. Werden Sie von Google als Rich Snippet kategorisiert, tauchen Sie immer im oberen Teil in den Suchergebnisseiten an, wenn nach dem entsprechenden Keyword gesucht wird.
Call-to-Action-Elemente
Der Kontakt mit der Zielgruppe ist ja der eigentliche Grund einer Website. Vergessen Sie also bei der Konzeption der Seiten die Call-to-Action nicht. Dies kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Sie können Buttons integrieren, mit denen der User weitere Informationen anfordern, Newsletter abonnieren, Termine absprechen oder Kommentare abgeben kann.
Die Platzierung dieser Elemente ist sehr wichtig. Ein thematischer Zusammenhang zum Content sollte bestehen und die Sichtbarkeit optimal sein. Gestalten Sie die Buttons so, dass sie sich vom Rest der Webseite abheben und schnell zu erkennen sind. Überfüllen Sie diesen Bereich jedoch nicht. Zu grelle Farben mit blinkenden Ausrufezeichen sind eindeutig zu viel.
Überschrift-Strukturen
Strukturieren Sie den textlichen Inhalt mit Überschriften. Die H1 („Headline 1“) ist die Hauptüberschrift, das erste was der User und die Crawler lesen werden. Hier sollte auf jeden Fall das Keyword vorkommen. Alle weiteren Inhalte unterteilen sich entsprechend der Hierarchien und werden mit H2, H3 oder H4 angegeben.
Eine gute Struktur ist wieder sehr hilfreich, um von den Suchmaschinen als qualitativ hochwertige Website wahrgenommen zu werden.
Navigationsstruktur zwischen den Webseiten
Ziel der Navigationsstruktur einer Website ist es, den Besucher ohne Probleme durch das gesamte “Gebäude” zu führen. Stellen Sie sich Ihre Website als ein Gebäude mit unterschiedlichen Räumen vor. Jeder Raum ist eine individuelle Seite. Navigationselemente orientieren den Besucher und zeigen an, wo er sich befindet, was er in anderen Räumen/Webseiten erwarten kann und wie er dahin gelangt.
Die Hauptelemente, die für die Navigation von Bedeutung sind, folgen hier. Dabei ist wichtig zu bemerken, dass die Trennung zwischen informativen Elementen und Navigationselementen nicht immer 100% möglich ist. Mitunter übernehmen einzelne Gestaltungsmodule mehrere Aufgaben.
Menü
Das Menü ist optimalerweise immer im oberen Bereich angesiedelt. Es ist das wichtigste Tool zur Navigation auf der Website. Klare, leicht verständliche Bezeichnungen sind sehr hilfreich.
Utility-Leiste
Diese finden Sie meist bei sehr umfangreichen Webauftritten. Sie werden hier direkt zum Kundenkonto, Mitgliederbereich oder Warenkorb durch einen Link weitergeleitet.
Filter
Gerade Lebensmittelhäuser oder Modeplattformen nutzen Filter, um die Produkte der Kategorien sortieren zu können. Der Kunde kann die Auswahl auf die für ihn interessanten Optionen reduzieren.
Breadcrumbs
Kleine Textlinks, die auf höher positionierte Seiten verlinken, werden Breadcrumbs genannt.
Footer-Navigation
Im Footer stellen Sie noch einmal wichtige Daten vor, die verlinkt sind. So können Besucher von jeder Webseite aus zum Beispiel auf die Bestellseite oder die „Über uns“-Seite springen ohne Umwege über das Hauptmenü.
Digitale Tools für die Planung der Website-Struktur
Das Internet bietet eine breite Auswahl an Tools, die Ihnen Konzept und Entwicklung der Website-Struktur erleichtern. Dabei reicht die Wahl von einfachen Programmen bis hin zu detaillierter und etwas komplizierter Software, die von Profis eingesetzt wird. Wir stellen Ihnen hier zwei sehr interessante Tools vor, die sowohl bei kleinen Projekten sehr gut einsetzbar sind als auch bei umfangreichen.
Flowmapp
Bei Flowmapp können Sie entweder bei null anfangen oder ein vorbereitetes Template verwenden. Zur Auswahl stehen verschiedene Optionen. Der Start ist doch etwas einfacher, wenn Seiten wie Impressum, Datenschutz oder die 404-Seite bereits angelegt sind.

In der Pro-Version ist der Import von XML-Seiten möglich. Damit lässt sich die Visualisierung der Daten vervollständigen und Sie können alles automatisieren. Mit Covers werden den einzelnen Seiten Bilder zugewiesen, die den Inhalt im Entwicklungsprozess wiedergeben. Des Weiteren können Labels aktiviert werden, die den Arbeitsstand der jeweiligen Seite angeben. Mit dem Tool User Flow lassen sich die Wege der Besucher nachvollziehen, ähnlich der Funneltechnik im Marketing.
Octopus
Octopus ist relativ neu auf dem Markt und bezeichnet sich selbst als einen sehr schnellen, visuellen Sitemap-Creator. Die Benutzeroberfläche ist auf das Wichtigste reduziert, dabei wird auf Dropdown-Menüs und Werkzeugleisten verzichtet.

Sie gehen mit der Maus direkt an die gewünschte Stelle und erhalten alle möglichen Elemente mit dem Plus-Symbol gezeigt. Sie haben z.B. an der falschen Position im Seitenbaum ein Modul erstellt? Kein Problem! Mit Drag-and-Drop ziehen Sie alles dorthin, wo es hingehört.
Ihr erstes Projekt können Sie ganz ohne Anmeldung anlegen. Möchten Sie es speichern, kommen Sie aber um eine Registrierung nicht rum. In der kostenlosen Version ist die Arbeit an einer Website möglich. Mit einer geringen Monatsgebühr stehen acht Projekte frei. Um Gedanken mit Kollegen zu teilen, erhält jedes Projekt eine eigene URL, die verschickt werden kann.
Tools zur Analyse der Website-Struktur
Wie strukturiert ist Ihre bereits existierende Website? Um das herauszufinden und Website Optimierungen und Verbesserungen umzusetzen, eignen sich verschiedene Analysetools.
Website Auditor
Diese Software bietet eine professionelle Art, vorhandene Websites zu untersuchen und zu analysieren. Der Auditor crawlt alle Unterseiten Ihrer Internetplattform ab und erstellt ein Bild. In diesem Schritt werden Verlinkungen untersucht und Probleme identifiziert.
Alle Daten werden in einem interaktiven Netz dargestellt. Hier können die einzelnen Knotenpunkte markiert, verschoben oder farblich hervorgehoben werden. Zur Bewertung der einzelnen Inhaltsseiten stehen drei Optionen zur Wahl:
- Klicktiefe
- Seitenaufrufe
- Interner Rang der Seite
Ryte
Ryte kann sowohl eingehende und ausgehende Links der Webseiten darstellen. Ryte hat zwar einen gewissen Preis, zählt aber unter den On-Page-SEO-Tools zu einem der Besten. Nicht ohne Grund setzen auch viele professionelle Web-Analytics-Agenturen auf die Unterstützung von Analyse-Tools wie Ryte.

Wann starten Sie durch?
Sie sehen also, dass eine klare Struktur nur Vorteile für Ihren Internetauftritt bringt. Nutzen Sie die neuen Kenntnisse, um Ihre Website zu optimieren oder um ein neues Projekt zu starten.
Die Suchmaschinen werden Sie belohnen, wenn Sie sich an die Grundregeln einer guten Website-Struktur halten. Ein höheres Ranking kann einen größeren Verkaufserfolg bedeuten und ganz eindeutig wird der Bekanntheitsgrad erweitert – die Hauptziele aller Marketingstrategien und Gestaltungskonzepte.