SEA

Was ist Performance Marketing & wie können Sie es einsetzen?

Nicolas Finet Nicolas Finet 15 Min. Lesezeit
Performance Marketing

Aktualisiert am 6. Oktober 2026 von Nicolas Finet, CEO von Sortlist.

Neu sind der Stand zu KI-gestützten Kampagnen und datenschutzrobuster Messung, ein Kanalvergleich, aktuelle deutsche Marktdaten sowie ein CPA- und ROAS-Rechner.

Das Wichtigste in Kürze

  • Performance Marketing umfasst datenbasierte Maßnahmen, die auf messbare Handlungen wie qualifizierte Leads, Käufe oder Anmeldungen ausgerichtet sind.
  • Bewerten Sie Kanäle nicht nur nach Klicks oder Leads, sondern bis zum Umsatz und – wenn möglich – zum Deckungsbeitrag.
  • KI automatisiert Targeting, Gebote und Werbemittel stärker; belastbare Conversion-Daten, First-Party-Daten und kontrollierbare Berichte werden dadurch noch wichtiger.

Was ist Performance Marketing 2026?

Performance Marketing bezeichnet Marketingmaßnahmen, die eine messbare Reaktion auslösen sollen. Dazu zählen laut Social Media Akademie beispielsweise Klicks, Kontaktanfragen, Anmeldungen und Käufe. Der Begriff beschreibt keine einzelne Plattform, sondern eine datenbasierte Arbeitsweise über verschiedene Kanäle hinweg.

Der praktische Vorteil liegt im geschlossenen Kreislauf aus Zielsetzung, Messung, Auswertung und Optimierung. HubSpot erläuterte im Update vom 23. August 2024, dass sich Kampagnen laufend überprüfen und anpassen lassen, um ihre Effizienz zu erhöhen und unnötige Kosten zu vermeiden.

Was hat sich im Performance Marketing verändert?

Werbeplattformen übernehmen inzwischen mehr Entscheidungen über Zielgruppen, Gebote, Platzierungen und Anzeigenvarianten. Google stellte am 6. Mai 2025 beispielsweise AI Max für Suchkampagnen vor, ein Funktionspaket zur KI-gestützten Optimierung von Targeting und Creatives. Solche Systeme sollten Sie anhand Ihrer Geschäftsergebnisse testen; Herstellerangaben sind keine Erfolgsgarantie für einzelne Konten.

Zugleich verbessert sich die Kontrollierbarkeit automatisierter Kampagnen: Google kündigte am 30. April 2025 für Performance Max Berichte zur Kanalverteilung, zu Suchbegriffen und einzelnen Assets an. Die Berichte zeigen unter anderem Klicks, Conversions und Kosten je Kanal und lassen sich herunterladen.

Auch die Messinfrastruktur hat an Bedeutung gewonnen. Die COPE Content Performance Group ordnete am 29. April 2026 Server-Side-Tracking und First-Party-Datenstrategien als operative Antwort auf Cookie-Einschränkungen ein. Prüfen Sie dabei stets Einwilligung, Rechtsgrundlage, Datenminimierung und die Anforderungen Ihres DACH-Zielmarkts.

Performance-Marketing-Kanäle im Vergleich

Kanal Geeignetes Ziel Sinnvolle Hauptkennzahl Stärke Typische Grenze
SEA und Search Ads Bestehende Nachfrage abholen CPA, Conversion-Wert oder ROAS Hohe Nähe zur konkreten Suchabsicht Kosten und Volumen hängen stark von Wettbewerb und Suchnachfrage ab
Paid Social Nachfrage erzeugen und Zielgruppen testen Kundenakquisekosten statt ausschließlich CPL Schnelle Tests von Zielgruppen, Angeboten und Creatives Viele Leads sind wertlos, wenn sie nicht zu Umsatz führen
Affiliate- und Partner-Marketing Transaktionen über Partner gewinnen CPO, Umsatz und Neukundenanteil Vergütung kann direkt an einen Geschäftserfolg gekoppelt werden Last-Click-Modelle unterschätzen frühe Kontaktpunkte
E-Mail und CRM Leads entwickeln, Wiederkäufe und Bindung fördern Umsatz je Empfänger oder qualifizierte Conversion-Rate Nutzung eigener Kontakte und First-Party-Daten Erfordert Einwilligungen, Datenpflege und relevante Inhalte
SEO und Content Organische Nachfrage langfristig erschließen Qualifizierte Conversions und organischer Umsatz Inhalte können über längere Zeit Nachfrage bedienen Wirkung tritt meist langsamer ein und ist schwieriger zu attribuieren

Welche Kennzahlen wirklich zählen

Beginnen Sie mit dem Geschäftsziel und leiten Sie daraus Ihre Marketing-KPIs ab. Ein Online-Shop kann den Bestellwert und die Marge berücksichtigen; ein B2B-Unternehmen sollte mindestens bis zum qualifizierten Lead, besser bis zur Opportunity oder zum gewonnenen Auftrag messen.

  • CPA: Werbekosten geteilt durch die Zahl der gewünschten Handlungen.
  • Kundenakquisekosten: sämtliche zurechenbaren Vertriebs- und Marketingkosten geteilt durch neue Kunden.
  • ROAS: zurechenbarer Umsatz geteilt durch Werbeausgaben; die Kennzahl berücksichtigt allein weder Marge noch interne Kosten. Eine ausführliche Einordnung finden Sie im Sortlist-Leitfaden zum ROAS.
  • Conversion-Rate: Conversions geteilt durch Besuche, Klicks oder eine andere klar benannte Bezugsgröße.

Dokumentieren Sie Attributionsfenster, Conversion-Definition und Datenquelle. Ohne diese Angaben können zwei Berichte dieselbe Kampagne unterschiedlich bewerten; eine kanalübergreifende Betrachtung der Customer Journey unterstützt dabei Digital Analytics.

Kennzahlen aus dem deutschen Markt

  • 932 Millionen Euro wurden 2025 in Deutschland in Affiliate- und Partner-Marketing investiert, ein Plus von 8 % gegenüber 2024.
  • 228 Millionen Online-Transaktionen beziehungsweise rund 625.000 pro Tag wurden 2025 über Affiliate- und Partner-Marketing vermittelt.
  • 80 % der Investitionen in diesem Kanal wurden 2025 bei einem konkreten Geschäftserfolg vergütet.
  • Mehr als 90 Qualitätsverbesserungen setzte Google nach eigenen Angaben 2024 bei Performance Max um; Google berichtete im April 2025 im Durchschnitt von jeweils mehr als 10 % zusätzlichen Conversions und Conversion-Wert. Das ist eine Herstellerangabe und kein übertragbarer Benchmark.

Die ersten drei Werte stammen aus der am 17. Juni 2026 veröffentlichten BVDW-Marktzahlenerhebung für Affiliate- und Partner-Marketing 2025, basierend auf Meldungen von 13 führenden Netzwerken und Plattformen. Die Google-Werte stammen aus der Produktmitteilung zu Performance Max vom 30. April 2025.

CPA und ROAS berechnen




CPA: 50.00 Euro

ROAS: 3.00 beziehungsweise 300 %

Im Beispiel kostet eine Conversion 50 Euro und jeder eingesetzte Werbe-Euro erzeugt drei Euro zurechenbaren Umsatz. Ob das profitabel ist, hängt zusätzlich von Marge, Retouren, Wiederkäufen, Agentur- und Personalkosten sowie der Qualität der Conversion ab.

Stimme aus der DACH-Praxis

„Google Performance Max war bei uns der stärkste Hebel Richtung echte Ergebnisse (Demos/Kunden). Meta Ads waren dagegen eher schwach.“

Anonymer Co-Founder eines DACH-SaaS-Start-ups über die Auswertung bis zu Demo und zahlendem Kunden, r/StartupDACH, Erfahrungen aus 2025

Diese Einzelerfahrung ist kein allgemeiner Benchmark, verdeutlicht aber ein häufiges Messproblem: Ein günstiger Lead ist nicht automatisch ein guter Lead. Verbinden Sie Werbeplattform, Webanalyse und CRM deshalb so, dass Sie den Weg bis zum qualifizierten Abschluss nachvollziehen können.

Performance Marketing in fünf Schritten einsetzen

  1. Geschäftsziel festlegen: Formulieren Sie ein Ergebnis mit Zahl, Zeitraum und Zielgruppe, etwa qualifizierte Demo-Termine pro Quartal.
  2. Messpunkt definieren: Legen Sie fest, welche Handlung als Conversion zählt und wann sie als gültig oder qualifiziert gilt.
  3. Kanal auswählen: Entscheiden Sie anhand von Kaufabsicht, Zielgruppe, Verkaufszyklus und verfügbaren Creatives statt allein anhand der Reichweite.
  4. Test sauber aufsetzen: Halten Sie Budget, Laufzeit, Ziel-CPA beziehungsweise Ziel-ROAS und Abbruchkriterien vor dem Start fest.
  5. Auf Geschäftsergebnisse optimieren: Prüfen Sie nicht nur Plattform-Conversions, sondern auch CRM-Status, Umsatz, Marge und Neukundenqualität.

Wenn intern Datenzugriff, Kampagnenkompetenz oder Zeit fehlen, können Sie über Sortlist passende Performance-Marketing-Partner für Ihr Projekt finden.

Häufige Fragen zu Performance Marketing

Was ist der Unterschied zwischen Performance Marketing und Online-Marketing?

Online-Marketing beschreibt sämtliche digitalen Marketingmaßnahmen. Performance Marketing bezeichnet die datenbasierte Planung, Messung und Optimierung von Maßnahmen mit klar definierten Reaktionen oder Geschäftsergebnissen.

Welche KPIs eignen sich für Performance Marketing?

Das hängt vom Ziel ab. Für einen Shop sind beispielsweise CPA, Conversion-Wert, ROAS und Neukundenanteil relevant; im B2B sollten Sie zusätzlich qualifizierte Leads, Opportunities, Abschlussquote und Kundenakquisekosten betrachten.

Wie hoch sollte das Budget sein?

Es gibt keinen universellen Mindestbetrag. Das Testbudget sollte ausreichen, um mehrere Conversions unter vergleichbaren Bedingungen zu erfassen, ohne Ihre wirtschaftlich vertretbaren Kundenakquisekosten zu überschreiten.

Ist Performance Marketing ohne Cookies möglich?

Teilweise. First-Party-Daten, CRM-Daten, serverseitige Messung, modellierte Conversions und aggregierte Auswertungen können Lücken reduzieren. Sie ersetzen jedoch weder eine saubere Einwilligungsverwaltung noch die rechtliche Prüfung Ihres konkreten Setups.

Ersetzt KI einen Performance-Marketing-Manager?

KI kann Gebote, Targeting und Anzeigenvarianten automatisieren. Menschen bleiben für Ziele, Datenqualität, wirtschaftliche Grenzwerte, Markenführung, Datenschutz und die unabhängige Bewertung der Plattformberichte verantwortlich.


Vielleicht kennen Sie den Begriff „Performance Marketing“ noch nicht, obwohl Sie es seit Langem im Rahmen Ihrer Marketingstrategie einsetzen. Es handelt sich dabei in der Regel um Online-Marketing. Warum es Performance Marketing genannt wird und wie Sie damit Erfolg haben, erklären wir in diesem Artikel.

Was versteht man unter Performance Marketing?

Eine Besonderheit beim Online-Marketing ist die Möglichkeit, die Reaktionen der Nutzer*innen zu messen. Von daher lässt sich die Leistung (engl. Performance = Leistung) der Marketingmaßnahmen genau feststellen. Die Überwachung und Analyse dieser Leistungen, sowie daraus resultierende Optimierungen, werden auch Performance Marketing genannt.

Kundinnen und Kunden werden durch verschiedene digitale Marketingmaßnahmen möglichst individuell angesprochen, um bei ihnen eine Reaktion und Transaktion auszulösen. Diese zeichnen sich beim Performance Marketing durch ihre Messbarkeit mit Hilfe von KPIs (Key Performance Indicators) aus. Die gemessenen Daten werden dann analysiert und ermöglichen eine anschließende Optimierung.

Bestenfalls laufen Analyse und Optimierung ständig parallel oder in kurzen Zeitabständen und nicht erst nach Abschluss der Marketingmaßnahme.

performance marketing kreislauf, sortlist
Kreislauf im Performance Marketing

Im Grunde folgt das Vorgehen beim Performance Marketing den gleichen Abläufen, wie bei anderen Marketingstrategien. Wichtig ist, keinen der Schritte auszulassen oder ihm zu wenig Bedeutung beizumessen. Oft wird der Fehler gemacht, lediglich Werbemittel auszuwählen und anzuwenden. Wer maximalen Erfolg beim Performance Marketing erzielen will, kommt um eine vernünftige Zielsetzung, Erfolgsmessung und Optimierung jedoch nicht herum.

Was sind Performance-Marketing Kampagnen?

Performance-Marketing-Kampagnen sind eine Art von Online-Werbung, die sich auf bestimmte Aktionen konzentriert, wie Klicks, Leads oder Verkäufe. Diese Kampagnen sind in hohem Maße messbar, und ihr Erfolg basiert auf den tatsächlich erzielten Ergebnissen und nicht nur auf der Anzahl der generierten Impressionen oder Klicks.

Performance-Marketing-Kampagnen können viele Formen annehmen, von Suchmaschinenmarketing und Werbung in sozialen Medien bis hin zu Affiliate-Marketing und E-Mail-Marketing. Entscheidend ist, dass Sie die Kanäle und Taktiken wählen, die für Ihre Zielgruppe und Ihre Geschäftsziele am effektivsten sind.

Einer der größten Vorteile von Performance-Marketing-Kampagnen ist ihre Fähigkeit, einen hohen Return on Investment (ROI) zu erzielen. Indem Sie sich auf die Aktionen konzentrieren, die für Ihr Unternehmen am wichtigsten sind, können Sie Ihre Kampagnen so optimieren, dass Sie maximale Ergebnisse erzielen und gleichzeitig die Verschwendung minimieren.

Außerdem können Sie Ihre Kampagnen in Echtzeit nachverfolgen, so dass Sie Anpassungen vornehmen und Ihre Ausgaben optimieren können, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Ganz gleich, ob Sie als Kleinunternehmer mehr Leads generieren oder als große Marke den Online-Verkauf ankurbeln möchten – mit Performance-Marketing-Kampagnen können Sie Ihre Ziele präzise und effizient erreichen.

Zielsetzung beim Performance Marketing

Grundsätzlich dient das Performance Marketing der Kundenbindung und der Neukundengewinnung ebenso wie der Absatzsteigerung.

Beim Performance Marketing haben Sie den großen Vorteil, dass Sie Ihre Ziele nicht nur über den Daumen peilen, sondern genau spezifizieren können. Dazu benötigen Sie die bereits genannten KPIs.

Bei vielen dieser KPIs ist das Setzen von Cookies eine Voraussetzung. Die Ermittlung von Daten wirft Fragen zum Datenschutz auf. Diese gilt es gemäß der geltenden Gesetzgebung zu beachten.

Beispiele für Ziele im Performance Marketing

Im klassischen Marketing setzen Sie sich beispielsweise eine prozentuale Umsatzsteigerung als Ziel. Sie können dabei nicht genau messen, durch welche Maßnahmen im Marketing-Mix der Werbeerfolg erzielt und die Steigerung generiert wurde. Beim Performance Marketing ist das anders.

Hier setzen Sie spezifische Ziele wie

  • 50% mehr Nutzung der Website innerhalb von 3 Monaten,
  • 1.000 Neu-Anmeldungen zum Newsletter innerhalb von 4 Wochen,
  • Steigerung der Online-Verkäufe um 20%,
  • Markenbekanntheitsgrad um 30% innerhalb einer relevanten Zielgruppe steigern.

Natürlich könnten Sie auch einfach sagen: „Ich möchte den Bekanntheitsgrad meiner Marke steigern und mehr Umsatz generieren.“ Doch die genaue Skalierbarkeit beim Performance Marketing macht ja gerade den Reiz dieser Marketingstrategie aus.

Mit Hilfe der Analyse von KPIs bekommen Sie ein genaues Ergebnis wie „die Nutzung der Website wurde innerhalb von 3 Monaten um 53% gesteigert“. Durch die Optimierung Ihrer Marketingkampagne erreichen Sie eine maximale Effizienz. Schauen wir uns nun die möglichen Marketinginstrumente im Performance Marketing an.

Welche Bereiche umfasst Performance Marketing?

Performance Marketingkampagnen können alle denkbaren Bereiche des Online-Marketings mit einbeziehen. Die Kanäle, die jedoch in erster Linie bedient werden, sind SEA, Affiliate Marketing und Display Advertising. Diese sehen wir uns im Folgenden genauer an.

SEA

Ein riesiger Bereich des Performance Marketings ist Werbung in Suchmaschinen (Search Engine Advertising). Beim SEA erfolgt die Bezahlung aufgrund der Leistung, meistens als Kosten pro Klick. Dabei kann ein einzelner Klick einige Cent, einen Euro oder gar mehrere Euros kosten.

serp für branding agentur sea
Die obersten Suchergebnisse für „Branding Agentur“ sind Anzeigen

Wir sprechen dabei auch vom Performance Advertising, denn beim SEA ist eine nahezu vollständige Messbarkeit gegeben. Die entsprechenden Plattformen wie GoogleAds und Microsoft Advertising, auf denen Sie SEA buchen, geben KPIs vor und stellen die gemessenen Daten zur Verfügung. Es ist möglich, nach unzähligen Kriterien Auswertungen ihrer Kampagnen vorzunehmen und herunterzuladen.

Auch wenn die SEA-Anbieter Ihnen mit der automatisierten Optimierung schon viel abnehmen, sollten Sie das Performance Advertising auch selbst monitoren. Die Auswertung dieser Daten führt nicht nur zu besserem Online-Marketing, sondern kann auch Konsequenzen für die Ausrichtung des Unternehmens und die Produktentwicklung haben.

Display Marketing

Eine weitere Form beim Performance Advertising ist das Display Marketing. Es funktioniert im Prinzip genau wie das Suchmaschinenmarketing, nur dass die Werbung nicht in Search Engines, sondern auf Websites gezeigt wird. Die Verteilung dieser Anzeigen wird durch Drittanbieter vorgenommen und meistens per Auktion verkauft.

Überwiegend handelt es sich um Grafiken, die Texte und Bilder enthalten. Auf den entsprechenden Websites werden sie unter anderem als Banner, Pop-up oder direkt im Content eingeblendet. Früher war eine Zahlung nach Tausender-Kontakt bzw. CPM üblich, heute wird wesentlich differenzierter nach dem „Cost per“-Modell abgerechnet. Beide Zahlmodelle beziehen sich auf die Leistung, sind also Teil des Performance Marketings. Im Fall von Display-Marketing sprechen wir auch von Performance Advertising.

Die durchschnittliche Click-Through-Rate (CTR) im heutigen Display-Marketing ist sehr gering (weit unter 1%), sie weist also keine besonders hohe Marketingperformance auf. Als alleinige Strategie im Online-Marketing ist Display-Marketing demnach ungeeignet, als ergänzende Maßnahme hat es jedoch definitiv seine Berechtigung.

Affiliate Marketing

Affiliate Marketing ist ein anderes Wort für Partner-Marketing. Der Affiliate platziert auf seiner Website einen Link zu einem Produkt des Partnerunternehmens. Beim Affiliate-Marketing wird mit Provisionen gearbeitet. Die platzierten Links sind individualisiert und dem Affiliate exakt zuzuordnen, so dass auch hier eine sehr genaue Messbarkeit vorliegt.

Die Bezahlung bei dieser Maßnahme erfolgt nach unterschiedlichen Modellen. Auch hier ist das „Cost per“-Modell im Einsatz, es wird pro Klick, Lead oder Sale gezahlt.

Eine Besonderheit ist hier die Lifetime-Vergütung: Der Affiliate erhält nicht nur eine Provision für den einmaligen Sale, sondern wird sogar am lebenslangen Umsatz der Kund*innen prozentual beteiligt. Dass ein solches System überhaupt möglich ist, führt noch einmal die starke Messbarkeit des Kundenverhaltens auf seinem Weg vom Sehen eines Contents oder einer Onlinewerbung, über seinen ersten Kauf bis hin zu seinen lebenslangen Käufen vor Augen.

Als eine besondere Forms des Affiliate Marketing kann Influencer Marketing betrachtet werden. Hier kann die Vergütung entweder über ein Honorar oder durch Schenkung stattfinden. Dabei müssen Sie sich gar nicht zwangsläufig and die großen Influencer mit mehreren Millionen Followern wenden, die fünfstellige Beträge für eine Kooperation verlangen. Je nach Branche kann es sehr viel wirkungsvoller sein, mit einem Mikro-Influencer zusammenzuarbeiten, da diese oft eine bestimmte Nische bedienen.

Social Ads

Werbungen über Social Media zu schalten, ist ein weiteres Instrument des Perfromance Marketings. Es funktioniert ähnlich wie das SEA. Hier liegt jedoch häufig ein stärkerer Fokus auf dem Visuellen, da Sie hier ein Bild oder vielleicht sogar ein Video als Anzeige ausspielen lassen. Das mag unter Umständen mehr Aufwand bedeuten. Jedoch haben Social Ads den Vorteil, dass Sie mit Eye Catchern arbeiten können, um die Aufmerksamkeit der User zu erlangen.

Weitere Kanäle des Performance Marketings

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

SEO bildet einen der Teilbereiche des Performance Marketings, für den Sie per se erstmal nicht zahlen müssen. Es gibt etliche Tipps, Tricks und Tools, die Ihnen helfen, Ihre Webseite suchmaschinengerecht zu gestalten.

Der Vorteil von guter SEO ist, dass Sie ein hohes Google-Ranking erzielen können, ohne dafür zu zahlen. Gibt es zu einem Keyword mehrere Millionen Treffer bei Google und Sie schaffen es auf der ersten Seite zu landen, ist das für Ihr Unternehmen Gold wert, denn kaum jemand verirrt sich auf die zweite Seite.

Erstes organisches Suchergebnis für „Branding Agentur“

Und auch SEO-Maßnahmen lassen sich mittels verschiedener Tools tracken. Sie können neben den Impressionen und den Klicks auch die Time-on-Page und die Absprungsrate ermitteln und Ihre Seiten dahingehend weiter optimieren.

E-Mail-Marketing

Im Grunde lässt sich jede E-Mail, die ein Unternehmen an eine*n gegenwärtige*n oder zukünftige*n Kund*in sendet, als E-Mail-Marketing bezeichnen. Jede E-Mail dient der Kundenbindung, dem Vertrauensaufbau und der Markenbindung. Dabei lassen sich zwei große Gruppen unterscheiden:

Transaktions-E-Mails

Das sind die überwiegend durch die Nutzer*innen selbst ausgelösten E-Mails, die einen scheinbar nur technischen Inhalt haben. Sie folgen auf eine Transaktion: die Bestätigungsmail nach einem Kauf, die E-Mail zur Versandbestätigung, der Link zum Zurücksetzen des Passworts und viele mehr. Solche E-Mails werden von den Kund*innen mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% geöffnet. Eine Traumquote, die Sie mit Ihrem Newsletter kaum erreichen werden.

Von daher sollten Sie transaktionale E-Mails als eine Chance sehen und deren Formulierung nicht der IT-Abteilung überlassen. Hier haben Sie die Möglichkeit, den Kunden näher an sich zu binden. Die Gelegenheit, ihm in einer solchen Mail direkt passende Produkte anzubieten, sollten Sie nicht verpassen.

E-Mail-Newsletter

Prinzipiell gilt das Gleiche für die Kommunikation mittels eines E-Mail-Newsletters. Der Unterschied ist, dass der Newsletter sich nicht nur an bereits vorhandene, sondern auch an die potenzielle Kundschaft richtet. Wenn Sie die E-Mail-Adresse direkt vom Interessenten bekommen haben, steht die Chance zum Vertrieb von Produkten ziemlich hoch.

Ihre Kund*innen werden vermutlich nur dann mit ihrer E-Mail-Adresse einen Newsletter abonnieren, wenn sie potenziell an der Marke und dem Produkt Interesse hat. Newsletter stellen daher gleichermaßen eine gute Chance zur Neukundengewinnung als auch zur Kundenbindung dar.

Der Hinweis zum Abonnieren des Newsletters kann an verschiedenen Stellen gegeben werden. Viele Unternehmen setzen die Newsletter auch zum reinen Content Marketing ein. Das E-Mail-Marketing mit Newslettern stellt heute daher eine unverzichtbare Möglichkeit der Kommunikation zwischen Unternehmen und Nutzer*innen dar.

sortlist newsletter screenshot
Auszug aus dem Sortlist-Newsletter

Content Marketing

Beim Content Marketing geht es darum, gehaltvolle Inhalte zu kreieren. Diese sind nicht wie klassische Werbung formuliert, sondern stellen allgemein nützliche Informationen zur Verfügung.

Themen des Contents können Ratgeber, Tutorials, Neuigkeiten, Erklärungen zum Umweltschutz oder politischen Themen, Umfragen, Anekdoten aus Ihrem Unternehmen, Mitarbeitervorstellungen, Spiele und alles mögliche Weitere sein. Jedenfalls nicht das Anpreisen eines Produktes oder eine Liste von Produkten, sondern ein Inhalt, der auf den ersten Blick nicht direkt etwas mit Werbung zu tun hat.

Content Marketing erhöht die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens. Kanäle von Marketingaktivitäten des Content-Marketing sind Ihre eigene Website (meist im Blog), E-Mail-Newsletter und ganz besonders die Social Media.

Organisches Social-Media-Marketing

Über Social-Media-Marketing haben wir hier schon viel geschrieben. Es geht dabei darum, Texte, Bilder und Videos in den Social Media zu veröffentlichen. Neben Posts auf Facebook, Instagram, Twitter, YouTube und anderen Plattformen ist auch die Zusammenarbeit mit Influencern relevant.

Die Messbarkeit dieser Maßnahmen in sozialen Medien mit Hilfe von KPIs erschließt sich sogar dem Marketing-Laien: Likes, Retweets, Shares, Kommentare, Videoantworten sind alle genau messbar. In großen Unternehmen befassen sich ganze Social-Media-Abteilungen nur mit dem Erstellen solcher Posts und deren Messung. In kleineren Firmen kommt es leider immer noch vor, dass der Praktikant oder die Auszubildende mit der Betreuung von Social Media betraut wird, nach dem Motto „Du kannst ja mal was posten“.

Zwar kann es sein, dass diese jungen Leute ihr Unternehmen in der virtuellen Öffentlichkeit recht gut vertreten, aber mit Performance Marketing hat das nicht viel zu tun. Es fehlt die Zielsetzung, die Messung der KPIs, deren Analyse und die Optimierung des Marketings. Wenn Sie in Ihrem Unternehmen keine entsprechende Abteilung vorhalten können, empfehlen wir auf jeden Fall die Zusammenarbeit mit spezialisierten Agenturen für digitales Marketing.

Erfolg beim Performance Marketing messen

Bei der Analyse stellen Sie fest, welche Ihrer Marketingmaßnahmen die beste Performance haben und die gewünschten Reaktionen auslöst. Sie können die Leistung Ihrer Maßnahmen im Performance Marketing nicht nur allgemein feststellen, sondern nach demografischen, geografischen und vielen weiteren Kriterien genau den Nutzer*innen zuordnen. Auf diese Weise stellen Sie auch fest, ob die zuvor vermuteten Zielgruppen mit den festgestellten Zielgruppen übereinstimmen.

Die Analyse der gemessenen Daten erfolgt auf den Plattformen für SEA und Display-Marketing automatisch, doch die Interpretation Ihrer Daten kann Ihnen niemand abnehmen. Es ist erforderlich, sich wöchentlich oder monatlich mit den Messungen auseinanderzusetzen, um Ihr Performance Marketing zu optimieren.

Darüber hinaus ist es wichtig, nicht nur die KPIs der nach dem “Cost per”-Modell bezahlten Maßnahmen zu analysieren. Auch die Daten aus den Social Media, von der Website und aus dem E-Mail-Marketing gilt es zu untersuchen.

Was sind Key Performance Indicators im Performance Marketing?

Bei den KPIs handelt es sich um relevante Kennzahlen, anhand derer Sie die Interaktionen mit Ihrer Zielgruppe und den Erfolg Ihrer Maßnahme messen. In vielen Fällen werden nicht nur Informationen gesammelt, sondern das Verhalten der Nutzer*innen über mehrere Schritte hinweg beobachtet.

Die detaillierte Messbarkeit des Verhaltens von Kund*innen und Zielgruppen ist vielen Entscheidern noch nicht bewusst. Von daher werden die Chancen des Performance Marketings nicht voll ausgeschöpft. Dass eine gezielte Auswertung dieser KPIs zum Erfolg eines Unternehmens einen großen Beitrag leisten kann, ist offensichtlich. Die Interpretation der Daten erfordert jedoch Kenntnisse, die Sie hausintern nicht unbedingt gewährleisten können. Es empfiehlt sich, die Online-Marketing-Expert*innen einer Agentur heranzuziehen, die sich speziell mit der Analyse von KPIs befassen.

KPIs zum Surfverhalten

Hier einige Beispiele, mit denen die Reichweite von Content und Werbung gemessen wird:

  • Klick-Rate/Seitenaufrufe
  • Anzahl neuer Nutzer
  • Verweildauer
  • Anmeldung zum Newsletter
  • Impression Rate
  • Download Rate
  • Social Shares (Posts, Tweets, Pins, etc.)
  • Absprungrate
  • Inbound-Links
  • Videoaufrufe
  • Kommentare
  • Likes
  • E-Mail-Aufrufe

Bei vielen dieser KPIs ist das Setzen von Cookies eine Voraussetzung. Die Ermittlung von Daten wirft Fragen zum Datenschutz auf. Diese gilt es gemäß der geltenden Gesetzgebung zu beachten.

KPIs im E-Commerce

Wenn Sie einen Online-Shop haben, sind unter anderem folgende KPIs von Interesse:

  • Anzahl der Käufe
  • Umsatz pro Kauf
  • Stornoquote
  • Warenkorbabbrüche

Diese Informationen könnten Sie in einem herkömmlichen, nicht digitalen Vertrieb zum Teil durch Auswertungen Ihrer Unterlagen oder im Rahmen einer Befragung des Verkaufspersonals erlangen. Doch beim E-Commerce liegen diese Daten unmittelbar und komplett vor und sind den jeweiligen (potenziellen) Käufer*innen zugeordnet. Das birgt große Chancen für zielgerichtete Werbung.

KPIs zu Kosten (Pay per Click, Impression, Lead, Sale)

Das Schöne beim Performance Marketing ist die Tatsache, dass viele der damit verbundenen Marketingmaßnahmen niedrige Kosten haben. Das gilt zum Beispiel dann, wenn Sie einen Blogbeitrag auf Ihrer Website posten, ein Video auf Facebook hochladen oder einen Post bei Instagram tätigen.

Weitere Maßnahmen im Performance Marketing müssen Sie nur dann bezahlen, wenn eine bestimmte Konversion erfolgt ist. Das bedeutet, Sie zahlen pro Impression, pro Lead, pro Klick, pro Kauf. Die dazugehörigen KPIs sind:

  • Cost per Impression (CPI, Kosten pro Impression)
  • Cost per Lead (CPL, Kosten pro Lead)
  • Cost per Click (CPC, Kosten pro Klick)
  • Cost per Sale (CPS, Kosten pro Bestellung)

Optimierung beim Performance Marketing

Im Bereich des SEA leisten die Plattformen wie Google Ads schon einen gewissen Teil der Optimierung, indem sie die Anzeigen entsprechend ihres Erfolges ausspielen.

Heutzutage sind die Kampagnen höchst differenziert, nach Bereichen und nach Keywords. Sie können eine Vielzahl von unterschiedlichen Anzeigen erstellen und die Anbieter von SEA optimieren Ihre Onlinewerbung mit Hilfe von KI. Es werden vornehmlich diejenigen Anzeigen ausgespielt, die eine höhere Performance aufweisen.

Eine Besonderheit ist es, dass die Kosten bei einer optimierten Kampagne steigen. Das liegt an der Zahlung gemäß „Cost per …“, denn je besser die Online-Werbung läuft, desto mehr Impressionen, Klicks, Leads und letztlich Sales werden erzeugt.

Bezüglich Ihrer Website helfen Analytics-Anbieter, die Daten zu analysieren und das Online-Marketing zu optimieren. In Social Media werden ebenfalls entsprechende Tools angeboten.

Möglicherweise zeigt die Analyse der gemessenen KPIs, dass bei von Ihnen angepeilten Zielgruppen nicht der gewünschte Erfolg eintritt. Dann stimmt entweder die Art Ihrer Werbemittel nicht, oder die von Ihnen vermutete Zielgruppe stimmt nicht.

Sie sollten Sie diese Ergebnisse ernst nehmen und die Strategie für Ihr zukünftiges Marketing entsprechend ändern. Eine Optimierung kann weitreichende Konsequenzen haben und sogar zu einer Neuausrichtung des Unternehmens sowie einer Veränderung der Produktpalette führen.

Zusammenfassung: Performance Marketing bietet große Chancen

Starten Sie heute durch und erhöhen Sie Ihre Marketing-Performance, indem Sie alle oben genannten Schritte beachten:

  1. Zielsetzung für das Performance Marketing
  2. Auswahl der Marketingmaßnahmen
  3. Analyse der gemessenen Daten (KPIs)
  4. Optimierung des Performance Marketings.

Hierfür stehen Ihnen eine Vielzahl möglicher Kanäle zur Verfügung: Social Media, E-Mail, die eigene Website, Suchmaschinen, usw. Machen Sie sich diese Vielfalt zu Nutze, um die Verbraucher dort abzuholen, wo sie stehen.

Wenn sie diesen Ablauf beherzigen und Ihre Strategie laufend anpassen, wird sich das im Unternehmenserfolg auf jeden Fall bemerkbar machen. Sie können auch eine spezielle Performance-Marketing-Agentur engagieren, die Sie hierbei unterstützt.

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Nicolas Finet

Über den Autor

Nicolas Finet

Mitgründer & CEO von Sortlist. Unternehmer mit Leidenschaft für B2B-Marketing und dafür, Unternehmen bei ihrem Wachstum zu begleiten. Seit 2014 bringt er Unternehmen in ganz Europa mit den besten Marketingagenturen zusammen. Experte für digitale Strategie, Geschäftsentwicklung und die Skalierung von B2B-Marktplätzen. Regelmäßiger Speaker zu Growth Marketing und Unternehmertum.

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